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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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Ferrari r. St Martin und v. (kmsiglio. Erbländ.-österr. Adelsstand.Diplom von 1798 für Angelus Maria Ferrari aus Fiarno de Sotto amVal di Ledro in Tirol, mit dem Prädicate: v. St. Martin und v. Con-siglio.

Megerle vi Mühlfeld, Ergänz.-Btl. S. 2 82.

Ferrari, Ferraris, ürufcii. (Schild quergetheilt: oben in Gold einaufwachsender, doppelt geschweifter, silberner Löwe und unten vonRoth und Gold sechsmal quer gestreift, oder nach anderen Angaben:Schild quer getheilt: oben in Gold ein aufwachsender, blauer Löweund unten in Roth zwei goldene Querbalken). Altes, ursprünglichitalienisches, später nach Lothringen gekommenes Adelsgeschlecht,welches den Grafenstand erlangte und 1735 mit Joseph Grafen v. Fer-raris nach Oesterreich kam. Derselbe, geb. 1726 zu Lüneville, gest.1814, ging, früher Edelknabe der verw. Kaiserin Amalia, Wittwe desK. Joseph I, in k. k. Kriegsdienste und stieg in demselben bis zumFeldmarschall und Vicepräsidenten des Hof-Kriegsraths. Er erhieltfür bedeutende in Lothringen und Belgien verlorene Besitzungen,nachdem er 1793 im Königreiche Ungarn das Indigenat bekommen,vom K. Franz II. das Gut St. Hubert in der Torenthalcr Gespan-schaft nnd zwar mit dem für die einzige Tochter desselben hinzuge-fügten Erbrechte. Ueber seine Verwandten ist Näheres nicht aufzu-finden. In dem Militair-Schematismusdes Oesterr. Kaiserthums wurdenin den letzten Jahren Otto Graf Ferraris und Marquard Graf Ferrarisals k. k. Lieutenants aufgeführt. Ob, wie Einige annehmen, dieGrafen v. Ferrari wirklich eines Stammes mit den Grafen v. Ferrarissind, muss noch dahin gestellt bleiben. Die Grafen v Ferrari gehö-ren jetzt zu dem tirolischen Adel und kommen auch unter dem Na-men: Ferrari v. Ochieppo vor. Während die Krone Bayern im Be-sitze von Tirol war, rechnete man dieselben auch zu dem bayerischenAdel. Der Personalbestand war 1856 folgender: Johann Graf v. Fer-rari, verm. mit Julie Burger, gest. 1839, aus welcher Ehe zwei Söhne:Graf Julius, geb. 1836 und Alphons, geb. 1838 und drei Töchter, dieGräfinnen: Angelica, geb. 1836, Malwina, geb. 1837 und Eleonora,geb. 1839, entsprossten.Mit dem freiherrlich'en Character kommtneuerlich unter den unangestellten k. k. General-Majors Andreas Frei-herr v. Ferrari vor. Nächstdem ist noch anzuführen, dass auch ei-nige andere Familien dieses Namens nach Deutschland gekommensind, doch fehlen zur Unterscheidung derselben sichere Anhalte-punete. Als Wappen der Ferrari de Gradi hat Siebmacher, IV. 59folgendes angegeben: in Gold ein gekrönter, schwarzer, in der rech-ten Pranke einen Rost haltender Löwe mit einem über den ganzenSchild gezogenen, rothen Querbalken.

Deutsche Grafenh. d. Gegenw. III. S. 115 u. 116. Gen, Tascheub. der gräfl. Hänser1S56. S. 222 und liistor. Handbuch zu demselben , S. 208. W.-B. d. Kgr. Bayern, I. 36:Gr. v. Ferraris und v. Wölckern. T. Abtheil. W.-B. der österr. Monarch., III. 9: Gr. v.Ferraris. v. llefncr , tiroler Adel, Tab. 6 und S. 6. u. Ergänz.-Bd. S. 4.

Ferrich v. Ferienheim, Kille, Miller. Reichs-Ritterstand. Diplomvon 1801 für Stephan Ferrich, k. k. Hauptmann bei dem GradiscanerRegimente, mit dem Prädicate : Edler v. Ferrenlieim.

Megerle v. Mühlfeld, S. 109,