Mkeiistein, Grafen in der Schwei« (im Schilde auf einem dreispitzi-gen Hügel ein ausgebreiteter Falke). Altes, schweizerisches Grafen-geschlecht, dessen Stammsckloss zwischen Solothurn und Basel lag.Das Schloss wurde 1371 von den Grafen v. Nidow und Kyburg undvon den Baselern erobert und zerstört, wobei Hans Graf v. Thiersteinin Gefangenschaft kam.
Lucae, S. 960.
Falkenstei», s. Trautson, Fürsten und Grafen.
Falkcnstciii, auch Freiherren (in Gold eine rothe Mütze mit einemweissen, mit vier Hermelinen besetzten Ueberschlage. Der Zipfelder Mütze, welcher mit einem goldenen Knopfe und mit fünf schwar-zen Hahnenfedern besteckt ist, von denen zwei sich rechts, drei linkswenden, kehrt sich nach links und unten). Eins der ältesten, säch-sischen Adelsgeschlechter, dessen Ursprung sich in. eine Zeit verliert,über welche mehrfach genaue Nachrichten fehlen. So finden sichdenn über den Ursprung verschiedene Angaben: Knauth giebt an,die Familie sei im Anlte Yoigtsberg angesessen und werde sonst vonSpangenberg unter dem alten bayerischen Adel aufgeführt und auchunter dem braunschweigischen gefunden; Biedermann nennt das Ge-schlecht ein altes, edles, rheinländisches, welches sich in verschiedenenLanden ausgebreitet habe; v. Hellbach citirt bei dieser Familie, welcheer nach Siebmacher eine meissensche nennt, Hoppenrod, Stammbuchetc. Strassburg, 1570. S. 33, auf welcher Seite von den alten Grafen v.Falkenstein im Harze gesprochen wird, und Neuere haben den Stammeinen thüringisch-fränkischen genannt. — Nach Allem war das Stamm-haus die alte Burg am Falkensteine bei der Bergstadt Falkenstein ander Göltzsch unweit Plauen im sächsischen Voigtlande, welche im An-fange des 14. Jahrh. „Walkenstein in der Piawischen Artgelegen" hiess,in späteren Jahren des 14. Jahrh. den Herren v. Lobdeburg-Elsterbergzustand, schon 1528 nach Angabe des „Pirnaischen Mönches" einverwüstetes Schloss war und jetzt fast spurlos verschwunden ist.Nach dieser Burg nannten sich — Burchard v. F. kommt nach Her-zog schon 1120 urkundlich vor — Johann v. Valckenstein auf Val-ckenstein und Oberlauterbach, welcher 1270, und Conrad v. V. aufValckenstein, welcher 1-317 unter den Vasallen der Voigte des Voigt-landes vorkommen. Als Zeugen in von Lehnsherren derselben ausge-stellten Urkunden treten auf: Johannes de Valkinstein 1276, Arnoldusde Walkenstein 1321 und 1329 und Jan und Lupp Gebrüder v. Fal-kenstein 1351. Früher schon, 1279, kam Heinrich v. F. als Kanzlerdes Markgrafen Dietrich v. Landsberg vor. —- Ecgehardt v. Falken-stein schenkte 1412 seinen Hof zu Neukirchen (dem jetzigen Mark-neukirchen) der Pfarrkirche zu St. Nicolas daselbst zur Stiftung eines,der heiligen Catharina geweihten Altars und Margaretha v. Falken-stein gab 1425 zwei Theile eines Hofes zu Zedtwitz dem Nonnenklos-ter zu St. Clara in Hof zu einem ewigen Seelengeräthe. —Im Anfangedes 16 Jahrh. gelangte die Familie in den Besitz des Gutes Magwitzunweit Plauen, in welchem es bis zu Anfange des 18. Jahrh. verblieb.Schon 1542 werden unter den Lehnsleuten des Amtes Voigtsberg im