Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
152
Einzelbild herunterladen
 

152

reihe des Geschlechts mit Heinrich v. E. um 1170, von dessen En-keln Heinrich (II.) 1261 als gefürsteter Abt zu Fulda starb, Conradaber den Stamm fortsetzte. Von den Nachkommen desselben wurdeBurchard v. E., Herr auf Schwartzenau, 1520 von der FränkischenRitterschaft an den Kaiserlichen Hof gesendet und von seinem Ur-enkel, Johann Christoph v. E., gest. 1637, Fürst!. Würzburg. Rathund Amtmann zu Hassfurt, stammte unter anderen Söhnen JuliusGottfried v. E., Herr auf Schwartzenau, Fürstl. Würzburg. Rath undAmtmann zu Bischofsheim, wie auch ältester Ritterrath in Franken.Von den Söhnen desselben starb Johann Christoph v. E. 1714 alsDomherr zu Bamberg und Fürstl. Bamberg. Geh. Rath und Kammer-Präsident, Philipp Valentin aber, Fürstl. Würzburg. Geh. Rath undOber-Schultheiss, wie auch Ober-Amtmann zu Trimberg und des kai-serliehen Landgerichts in Franken Assessor und ältester Ritter-Rathin Franken, setzte den Stamm durch sechsSöhue fort, von denen CarlFriedrich v. E., Herr anf Leutzendorf, Fürstl. Anspachischer Canz-ler, Amtshauptmann zu Wassertruhendingen und Ritterrath des Can-tons Baunach, 1726 mit Hinterlassung von vierSöhnen stai'b. Spä-ter kam das Geschlecht durch einen der letzten Sprossen des Stam-mes, durch Friedrich Carl Joseph Freih. v. E. zu hohem Glänze. Der-selbe, geb. 1719, ein Sohn des 1748 verstorbenen Philipp Chris-toph Freih. v. und zu Erthal, k. k. und kurmainz. Geh. Raths, Oberst-Hofmarschalls und Ober-Amtmanns zu Lohr aus erster Ehe mit der1738 verstorbenen Maria Eva Freiin v. Bettendorf wurde 1774zum Erzbischof zu Mainz, des H. R.Reichs durch Germanien Erzkanz-ler und Kurfürsten, so wie zumBischofezu Worms erwählt, 1775 con-secrirt und starb 1802. Als Brüder desselben wurden angegeben:Lothar Franz Michael, geb. 1717, k. k. und Kurmainz, w. Geh. Rath,Obersthofmeister, erster Staats- und Conferenz-Minister und llofge-richts-Präsident, welcher 1800 noch lebte und Franz Ludwig PhilippCarl Anton, geb. 1730 und gest. 1795, seit 1779 Fürst-Bischof zuWürzburg und Bamberg. Das alte Geschlecht ist 1805 erloschenund wohl mit dem erwähnten Freiherrn Lothar Franz Michael.

Humbracht, Tab. 20. Gauhe , I. S. 505 u. 506. v. Hattstein, III. S. 167 u. 174.

Zedier, VIII. S. 1793. Biedermann, Canton Bannach, Tab. 1829 und Canton Rhön-Werra, Tab. 13. Hörschelmann , Sammlung zuverl.*" Ahnentafeln , S. 18 : AhnentafeL desnachher. Kurfürsten Fr. C. J. zu Mainz. Salver , S. 468 526, 535 u. a. v. a. O. N.

Geneal. Ilandb. 1777 S. 5962 u. Nachtrag, I. S. 49. Jacobi, 1800. I. S. 183 u. 184.Siebmacher, I. 104; v. E., Fränkisch. Suppl. zu Siebm. W.-B. II. 15. Tijroff, II. 6.

Erträgen, s. Leutrum v. Ertingen, Grafen.

Ertl, Ritter. Erbländ. österr. Ritterstand. Diplom vom 1.Mai 1773für Johann Nepomuk Ertl, k. k. wirklichen Rath, auch Hof- undNieder-Oesterr. Vice-Kammer-Procurator.

Megerle v. Mühlfeld, S. 108. Kneschke, IV. S. 115.

Erwitte, auch Freiherren (in Gold drei rothe, oder in Roth dreigoldene Querbalken so wie auch von Gold und Roth balkeuweise ge-theilt und darüber ein rother Löwe). Altes westphälisches Ritterge-schlecht aus dem Stammhause Erwitte oder Erwete im Paderborn-schen, welches schon 1022 durch den Bischof Meinwercus in dieFamilie gekommen sein soll. Urkundlich stand dem Geschlechte