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1790 für Joseph Theodor B. v. E., Pfleger und Registratur-Inspec-tors zu Trausnitz. — Derselbe gehörte zu einer Seitenlinie des imHauptstamme nach Anfang des 18. Jahrh. erloschenen, brabantischenGrafengeschlechts Boischott, s. B'd. I. S. 541 u. 542, welche durchden Kurfürsten Maximilian Emanuel nach Bayern gekommen war unddrei seiner Söhne wurden in die Grafenclasse der Adelsmatrikel desKgr. Bayern eingetragen, die Grafen: Aloys Emanuel Johann Nepo-muck, geb. 1763, k. bayer. Rentbeamter in Braunau, Joseph JohannBaptist Anton, geb. 1767, k. bayer. Kämm, und Maut-Ober-Inspectorin Salzburg und Maximilian Joseph Theodor, geh. 1777, Johanniter-Ordens-Ritter, Comthur und Processus.
v. Lang , S. 25 u. 26. — W.-B. d. Kgr. Bayern, T. 34 u. v. Wolckern, Abth. I S. 77 und78. — v. llefner, bayer. Adel, Tab. 2 u. S. 7 u. Ergänz.-Bd. S. 4.
Erskein, Erskiue, Freiherren. Schottisches Baronengeschlecht,welches den Namen von dem Schlosse Erskiue in der Baronie Ren-frey erhielt, den gräflichen Character von Marr, Kelly etc. führteund zu den schottischen Pairs gehörte. Als Ahnherr des Stammeswird Henricus v. E. genannt, welcher im 13. Jahrh. unter dem Kö-nige Alexander II. von Schottland lebte. — Von den Nachkommenerwarb Alexander v. Erskine, gest. 1657, Herr auf Erskin-Schwingebei Bremen etc., Erbkämmerer des Herzogthums Bremen, k. schwed.Kriegs- und Staatsraths-Präsideut etc., 1654 die Güter Hohen-Barne-kow und Roloffshagen im jetzigen Regier.-Bezirke Stralsund. Dassderselbe den Stamm fortgesetzt habe, ist nicht bekannt und das Ge-schlecht in Deutschland mit ihm, oder bald nach ihm wohl erloschen.
In Schottland blühte der Stamm fort und Thomas Lord Eskine,geb. 1750 und gest. 1&23, ein Sohn des Grafen Buchau, wurde als bri-tischer Anwalt und Staatsmann sehr berühmt, trat 1806 in das vonFox gebildete Ministerium als Grosscanzier ein, zog sich aber nachdem Tode Fox's wieder zurück und lebte fern von Staatsgeschäften.— Nach dem geneal. diplom. Jahx-b. für den preuss. Staat, Bd. I. Ab-thl. 2 S. 79 und dem N. Preuss. Adelslexicon soll aus diesem Stammedas Stralsundische Adelsgeschlecht v. Pommer-Esche, s. den betref-fenden Artikel, herzuleiten sein: eine Angabe, welche von der He-raldik nicht unterstützt wird. Das Wappen der schottischen Erskinewird als gevierter Schild angenommen: 1 und 4 in mit goldenenKreuzchen bestreutem Blau ein schräglinker, goldener Balken und 2und 3 in schwarz zwei silberne Ziegel, während die v. Pomme-Escheein redendes Wappen führen: in Silber auf grünem Boden ein grü-nender Eschenbaum und auf dem Helme ein stehender Greif (Pom-mernscher Greif), welcher in der rechten Pranke ein Schwert und ei-nen Lorbeerkranz hält.
Fortsetzung (1. allgem. histor. Lexic. S. 451. — Ganhe, II. S. 257—260. — N. Pr. A.-L.II. S. 142 u. VI. S. 28. — Frh. v. Ledebur , 1. S. 207 u. II. S. 216; im Artikel Pommer-Esche.
Erstenberg zum Freyeiithuriii, Freiherren. Erbländ.-österr. Erei-herrnstand. Diplom vom 1. Mai 1812 für Simon Joseph Ritter v. Er-stenberg zum Freyenthurm, k. k. Reichs-Hofraths-Agenten. — Nie-derösterreichisches Adelsgeschlecht, in welches Andreas Erstenber-ger, Secretair des Erzbischofs und Kurfürsten Daniel zu Mainz,