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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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Freiherreindiplom vom 28. Febr. 1764 für den Sohn desselben, Jo-seph Ignaz Reichsritter v. Erdt, kurbayer. Geh. Rath und Cabinets-Secretairs des Kurfürsten Joseph Maximilian von Bayern, so wieAdministrator der Herrschaft Haag. Dieselben stammten aus einersalzburger und tiroler Landsassen-Familie, welche die erste Adelsbe-stätigung 1621 von dem ErzherzogeLeopold von Oesterreich erhaltenhatte. Ein Sohn des Freiherrn Joseph Ignaz, Frejh. Joseph Mar-cus, geb. 1749, wurde in die Adelsmatrikel des Königr. Bayern in dieClasse der Freiherren eingetragen.

v. Lang , S. 118 u. 119. Megerle v. Mühlfeld, S. 107 u. 10S. Suppl. zu Siebm. W.-B. X. 12: Frh. E. W.-B. <1. Kgr. Bayern, II. 92 u. v. Wölckern, Abth. IT. S. 205 und206. v. Jlcfner, bayer. Adel. Tab. 30 u. S. 33. Kneschke , III. S. 128130.

EiiFa, auch Freiherren. Altes, thüringisches Adelsgeschlecht,welches sonst auch Erfa undErff geschrieben wurde, aus dem gleich-namigen Stammhause, dem jetzigen Friedrichswerth im Gothaischen,welches urkundlich 1310 in der Hand der Familie war. NachdemStammregister in der Gotha diplomatica soll das Geschlecht in einersehr frühen Zeit aus Ungarn nach Thüringen gekommen sein und zei-tig das 'genannte Stammhaus, eine Meile von Gotha an der Nesse, er-baut haben. Nach Spangenberg, Mansfeldische Chronik, wurde Wen-zel Erffa 964 vom K. Otto d. Gr. zum Ritter geschlagen und derselbeSchriftsteller meldet im Adelsspiegel, dass Härtung E., des Landgra-fen Ludwigs in Thüringen Hofmeister, 1237 im gelobten Lande seineTapferkeit bewiesen habe. Später kommt derselbe 1242 in einerDonationsurkunde des Klosters Georgenthal als Zeuge vor Här-tung (II.) v. E. erscheint nach Horn,- Frideric. bellic., in drei Ur-kunden von 1384, und in einer Urkunde von 1390 werden ihm, alsGeh. Ratlie, und seinen Erben von den Landgrafen in Thüringen undden Markgrafen in Meissen Friedrich, Wilhelm und Georg etlichejährliche Gulden von den Stadt-Renten zu Jena als Unterpfand ein-gesetzt; Heinrich v. E. war 1540 kursächs. Rath; Hans Hartmannv. E., ein Sohn des Fürstl. Sächs. Raths und Commandanten zu Co-burg, Georg Friedrichs v. E., starb 1660 als Landes-Hauptmann undCommandant zu Coburg und hinterliess zwei Söhne: Hartmann Frie-derich, k. grossbrit. Obersten und Hans Heinrich, gest. 1695, herz,sächs. Geh. Rath, Ober-Aufseher zuEisenberg, desFränkisehen Krei-ses Kriegsrath und Amtshauptmann zu Camburg, von welchem letz-teren zwei Söhne, Friedrich Moritz und Wilhelm Heinrich stammten,und von einem Bruder des oben genannten HansHartmann v. E.,. demFürstl. Altenburg. Land- und Kriegsrathe Georg Sigmund v. E., ent-spross Haus Christoph, Fürstl. Hofrath zu Altenburg. Georg Hart-mann v. E., gest. 1720, Herr auf Lind bei Neustadt an der Heyde imCoburgischen, war Markgräfl. Ansbachscher Geh. Rath und comman-dirender General-Feldzeugmeister des Fränkischen Kreises und derSohn desselben, Johann Friedrich Crafft v. E., früher k. grossbrit.Legationsrath, wurde (737 k. poln. u. kursächs. Geh. Rath undAbge-sandter, nachdem er den Reichsfreiherrnstand in seine Linie, zu wel-cher nach Allem llartmann Freih. v. E., kurhannov. Geh. Rath und1740 Resident am k. k. Hofe, gehörte, gebracht hatte. Von den