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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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1775 zugesetzten goldenen, den kaiserlichen Adler zeigenden Mit-telscliilde. Wappen der Grafen zu Erbach-Wartenberg-Roth: Schildgeviert mit goldenem, den kaiserlichen, schwarzen Adler enthalten-den Mittelschilde: 1 das Wappen der Grafschaft Erbach: die dreiSterne im quergetheilten Felde; 2 in Silber ein rother Querbalken,welcher von drei rothen Kugeln, oben zwei neben einander und unten ei-ner, begleitet ist: Grafen zu Wartenberg; 3 in Roth ein rechtsgekehrter,silberner Greif und 4 in Silber zweirothe Querbalken: Herrschaft Breu-berg). Reichsgrafenstand. Diplom von 1532 für Eberhard Herrn zuEr-bach, wegen seiner Verdienste im Bauernkriege und unterErhebung derHerrschaft Erbach zur Reichsgrafenschaft. — Altes, fränkisches Her-ren- und Grafengeschlecht, als dessen Stammeltern Eginhard, KaiserCarls des Grossen Ganzler und Geheimschreiber, später Abt und Stif-ter des Klosters Seeligenstadt am Main und die Gemahlin desselben,Imma, des Kaisers Tochter, genannt werden und welches noch dasLand inne hat, welches Eginhard vom K.Ludwig dem Frommen S15erhielt und 819 dem Kloster Lorsch mit der Bestimmung vermachte,dass es als Lehn seinen Nachkommen verbleibe. :Die Nachkommenwaren Stände des Reichs und erschienen als solche schon in sehr frü-her Zeit auf den Reichs- und Kreistagen. ■— Georg, Herr zu Erbach,gest. 1209, wurde von Kurpfalz mit dem Erbschenkenamte beliehen,welches der Familie bis 1806 zustand; Eberhard, gest. 1269, hatteAntheil an dem vom Könige Wilhelm von Holland abgeschlossenenLandfrieden, zu dessen Aufseher und Beschützer später Eberhard,gest. 1322, Conrad, gest. 1393 undEberhard der Aeltere, gest. 1425,eingesetzt waren; Dietrich wurde 1434 Erzbischof und Kurfürst zuMainz und Eberhard, gest. 1539, welchem seine Gemahlin, MariaGrf. zu Werthheim, die halbe Grafschaft Breuberg zugebracht hatte,erhielt, wie oben angegeben, für sich und sein Geschlecht den Reichs-grafenstand. — Durch die Nachkommenschaft dreier Brüder: Eberhard,gest. 1269, Conrad, gest. 1283 und Hans, gest. 1270, theilte sich derStamm in drei Linien, die sich später in mehrere, im Laufe der Zeitwieder erloschene Zweige ausbreiteten, in der Mitte des 17. Jahrh.-aber durch Georg Albrechts I., gest. 1647, Söhne: Georg Ludwig I.,gest. 1693 und Georg Albrecht II., gest. 1717, wieder in die beiden Li-nien Erbach-Erbach und Erbach-Fürstenau theilten. Die Linie Erbach-Erbach erlosch 1731 mit dem Grafen Friedrich Carl, die Linie Er-bach-Fürstenau aber, welche jene beerbte, schied sich durch die dreiSöhne des Stifters: Philipp Carl, gest. 1736, Georg Wilhelm, gest.1757 und Georg August, gest. 1758, in die drei Linien Erbach-Für-stenau, jetzt Erbach-Wartenberg, Erbach-Reichenberg, jetzt Erbach-Erbach und Erbach-Schönberg, welche aber .nicht nach dem Alter derAbstammung, sondern nach dem des jedesmaligen Hauptes jeder Li-nie rangiren, in Folge welcher Familien-Bestimmung in neuester ZeitErbach-Schönberg als erste Linie, Erbach-Fürstenau als zweite undErbach-Erbach als dritte aufgeführt wird. — Aus der ältesten LinieErbach-Fürstenau besassen die Söhne des Stifters, des Grafen Phi-lipp Carl, s. oben: die Grafen Ludwig Friedrich Carl Eginhard, gest.