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Ellebracht. Ein ursprünglich westphälisches Adelsgeschlecht,welches später nach Ostpreussen und Dänemark gekommen ist. An-ton Günther v. E. war 1651 kurbrandenburgischer Oberstwachtmei-ster bei dem Regimente Witgensjtein und später k. dänischer General-lieutenant und Casimir Heinrich v. E., k. preuss. Major, besass 1737und noch 1752 die Güter Sporwitten und Waldhausen. Nach dieserZeit ist der Name erloschen.
v. Steinen, I. Tab. 18 u. S. 936. — N. Pr. A. - L. V. S. 14f>, — Freih. v.'Ledebur, I.S. 199.
Ellen. Ein zum Fuldaischen Lehnshofe gehöriges, schon 1451vorgekommenes Adelsgeschlecht.
Schannat , I. S. 75. — v. Meeting, l. S. 145.
Ellcnhach, Einbach (Schild von Silber und Roth in vier Reihen,jede von drei Steinen, gesehacht mit einer den ersten Platz der obernbeiden Reihen, also ein Sechstheil des Schildes einnehmenden, mit-hin länglicht schmalen, rotlien Vierung, welche mit einer silbernenLilie belegt ist). Altes, schwäbisches Adelsgeschlecht, welches v.Hattstein im grossen Specialregister zu dem Adel des Niederrheinsrechnete, und welches mit dem ebenfalls schwäbischen Adelsge-schlechte v. Ellerbach, s. den betreffenden Artikel, wie die Wappenergeben, nicht zu verwechseln ist. — Der Stamm blühte noch ins17. Jahrb. hinein, bis Johann Diether von Ellenbach, Amtmann zuWinterberg (im Kr. Andernach), 1603 denselben schloss.
Hum.br acht , S. 239. — Schannat, S. 75. — Frh s v. Ledebur, I. S. 199. — v. Meding.II. S. 15S u. 159.
Ellcnbcrg, Ellenbcrger. Niederländisches Adelsgeschlecht, auswelchem besonders im 17. Jahrh. Johann Carl v. E. bekannt wordenist. Derselbe diente zuerst mit Auszeichnung in der k. dänischenArmee, trat dann als Generalmajor in k. gross-britannische Dienste,wurde den Alliirtenin den Niederlanden gegen Frankreich zu Hülfegeschickt, sollte 1694 die Festung Dixmuyden vertheidigen, übergababer dieselbe, gegen ausdrücklichen Befehl .seines Kriegsherrn, anden französischen Marschall Villeroy und bahnte demselben denWegzur Beschiessung der Stadt Brüssel. Vor ein Kriegsgericht gestellt,traf ihn der strengste Spruch desselben. Später wurden wegen seinerfrüheren Verdienste die eingezogenen niederländischen Güter denKindern zurückgegeben. Nach Allem gehörte zu seinen Nachkommender k. preuss. Geh.-Rath v. Ellenberger, welcher 1725 in den Ruhe-stand trat und noch in demselben Jahre zu Berlin starb. Sein gros-ser Reichthum fiel, da er unvermählt gewesen, an seine Verwandten.
Europ. Fama, VII. S. 733 u. 793. — Gaulte, II. S. 252 u. 253.
Elleuhofcn. Ein im Braunscliweigischen begütert gewesenes Adels-geschlecht, dessen letzter Sprosse in der ersten Hälfte des 14. Jahr-hunderts bei einem Streite mit dasselschen Bürgern umkam.
Letzner, dasselsche u. einbecksche Chronik, S. 165. a. u. 6. — v. Hellbach, I. S. 326.—Siebmacher, II. 124: v. E., Brauuschweigisch.
Ellenrieder. Im Königr. Bayern anerkannter Adelsstand. Aner-kennungsdiplom vom 24. Februar 1819 für Franz Xaver Jgnaz Leon-hard v. Ellenrieder, Fürst!. Oettingen-Wallersteinischen Justiz- und