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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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Eichenau, s. Küramerlin v. Eichenau.

Eichciihui'g, s. Eberhard v. Eichen bürg, S. 2.

Eichendorff, Freiherren (in Roth ein schräg rechts gekehrter,goldener Eichenstamm, auf der rechten Seite mit einer und auf derlinken mit zwei Eicheln). Böhmischer Freiherrnstand. Diplom vom10. März 1676 für Hartwich Erdmann v.Eichendorff'. Altes, Magde-burgisches und Markbrandenburgisches Adelsgeschlecht, welches im17, Jahrb. nach Mähren und Schlesien kam und welches, einer Fami-liensage nach, ursprünglich aus Bayern stammt, wie denn auch einAltbayer. Adelsgeschlecht dieses Namens in denMonum. boic. Bd. Y.genannt wird und unweit Passau noch jetzt ein Markt Eichendorffliegt. — Schon 1256 besass das Geschlecht im Magdeburgischen Ei-kendorf im jetzigen Kreise Calbe und in der Mark Brandenburg,wo ein Dorf Eichendorff eingegangen ist und nur noch durch eineMühle bezeichnet wird, waren schon im 14. Jahrb. Ihlow, Reichen-berg, Schulzendorf und Werstphul im jetzigen Kreise Ober-Barnim,zu welchen später mehrere andere Güter in diesem und in anderenKreisen kamen, in der Iland der Familie und noch bis 1650 trug die-selbe Zerbow im Kreise Frankfurt zu Lehn, besass auch Pilgram uudPetersdorf im Kreise Lelms, so wie die oben genannte Mühle. — Um1353 wurde Heinrich v. E. Vogt des Landes Lebus; Otto v. E. be-sass Pilgram von 1485 bis 1499, worauf dasselbe an seinen Bruder,Peter v. E. auf Petersdorf, kam und 1542 wurde Christoph v. E. Va-sall des Bisthums Lebus. Letzterer hatte drei Söhne, Caspar, Sigis-mund und Burehard. Ersterer hatte drei, der zweite zwei und derdritte vier Söhne, welchen insgesammt Pilgram gehörte, welcheswieder an die v. Burgsdorff verkauft wurde. 1630 starben Alle ander Pest, nur ein einziger Sohn Burchards, Hartwich Erdmann v. F.,s. oben, blieb am Leben. Dieser verkaufte Zerbow und ging zu sei-nes Vaters Bruder, Jacob v. E., welcher k. k. Rittmeister war unddurch Vermählung mit einem Fräulein v. Sensiboye Deutsch Krawarnund Kauthen in Oberschlesien erlangt hatte. Jacob v. E. starb spä-ter ohne Nachkommen und seine Güter fielen an Hartwich Erdmannv. E. Derselbe kam 1657 in den mährischen Herrenstand, wurde1676 k. k. Rath, unter Belehnung mit der Herrschaft Sedlinitz inMähren und in den nächsten Monaten Landes-IIauptmann zu Trop-pau, hei welcher Ernennung er zugleich, wie angegeben, in den Frei-herrnstand versetzt wurde. Die beiden Söhne desselbeu stiftetenzwei Linien, die in Mähren und in Schlesien. Die erstere Linie, wel-che Sedlinitz besass, erlosch im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrb., wo-durch das genannte Lehn an die schlesische Linie kam, die damalsnoch Krawarn und andere Güter besass. Doch gingen diese Güterspäter verloren und die Familie behielt nur das mährische Lehn Sed-linitz. — 1836 lebten von der Familie Freiherr Rudolph, eineNichtcdesselben, Freiin Louise und zwei Neffen, Freih. Wilhelm, k. k. Gu-bernialrath und Kreishauptmann zu Trient und F eih. Joseph, k.preuss. Regierungsrath, verm. mit Aloysia v. Larisch, aus welcherEhe, s. nachstehend, neben einer Tochter, zwei Söhne entsprossten.