Eibisch. Ein in Westpreussen vorgekommenes Adelsgeschlecht,welches im Pr. Eylauschen begütert war.
Frh. v. Ledebur , III. S. 245.
Eibiswald, Eybiswald. Altes, von 1280—1673 vorgekommenessteiermarkisches Adelsgeschlecht, welches die gleichnamige Herr-schaft mit vielen anderen Gütern besass und 1632 mit dem Erb-Fal-kenmeister-Amte in Steiermark beliehen wurde. Wolf Maximilianv. Eibiswald schloss 1674 den Stamm des alten Geschlechts. Vondieser Angabe weicht, gestützt auf J. G. Reinbeck, Nachricht vondem 1730 in Berlin vorgekommenen Brande, S. 89, Gauhe, 1. S.514bis 516 ab. Nach demselben verliess der damalige Letzte des Ge-schlechts, Paulus v. E., in Folge der Religions-Streitigkeiten seineGüter in Steiermark, begab sich in der Mitte des 17. Jäbrh. nachBerlin,, wo er später der Kirche zu St. Petri ein Capital für Arme undseine Bibliothek vermachte, welche letztere in den folgenden Jahrensehr anwuchs, bei dem Brande aber verloren ging. 1719 waren nochwirkliche Nachkommen von diesem Geschlechte bekannt gewesen.
Bucelini. III. S. 30.— Wissgrill, II. S. 372—374. — Schmutz, I. S. 304 n. 305. — Sietr-macher, 1. 37: v. Eybeswaldt, Oesterreichisch.
Eich. Altes, sehr begütertes Adelsgeschlecht in der Eifel, des-sen Stammhaus wohl das Dorf Büsch-Eich oder der Hof Nieder-Eichwar, welche Beide in der Bürgermeisterei Gerolstein im Kr. Daun,Reg.-Bez. Trier, liegen, doch wird von Anderen auch Eich bei An-dernach als Stammsitz genannt. — Schannat beginnt die Stammreihedes Geschlechts mit Paul v. Eich um 1318, doch kommt schon vor-her Peter v. E. yor, welcher für den VaterPaul's gehalten wird. Pe-ter erscheint als Pfandinhaber des Schlosses Olbrück, mit welchemspäter die Nachkommenschaft völlig belehnt wurde. Paul tritt ur-kundlich zuerst 1306 auf und 1307 wurden die Brüder Paul und Pe-ter v. E. von Johann v. Braunsberg, Herren zu Isenburg und Agnes,dessen Gemahlin, mit dem Braunsbergischen Antheile des SchlossesOlbrück belehnt. Paul v. E. derAeltere war 1309 einer der Schieds-richter des Erzbischofs Heinrich zu Cöln bei dem Vergleiche, welchenderselbe mit Gerhard Grafen v. Jülich schloss, und von ihm stamm-ten drei Söhne: Paul, Peter und Heinrich. Ersterer, Paul der Jün-gere, hatte eine sehr reiche Gemahlin, Lysa, welche 1337 die frühergräflich Sponheimschen Güter Obermendig, Volkesfeld, Remebach undTrimbsch an sich brachte, er selbst aber schrieb sich Herr zu Ol-brück und Vogt zu Lissingen. Im 14. Jahrb. kamen die Brüder Ri-chard und Peter v. E. vor, welche den Zehnten zu Eich bei Ander-nach vom Stifte St. Castor in Coblenz gepachtet hatten. Heinrichv. E. wurde noch 1412 vom Erzbischofe Werner von Trier mit demSchlosse Rauschenberg auf dem Hundsrück belehnt, doch schon inder ersten Hälfte des 15. Jahrh-. ging nach Allem der Stamm des al-ten Geschlechts aus. Als Letzter tritt Gotthard v. E. auf und dieWittwe desselben, Truda, erscheint in einer Kaufurkunde über Güterbei Vallendar und Montacour.
Kraemer, «cadem. Beiträge, III. Urkund. S. 250. — Eitlia illustr. II. Atith. I. S. 90 u.91. — N. Pr. A.-L. II. S. 113. — Fahne , I. 88 u. II, S. 3(1.'