Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
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nes, eingebogenes Dreieck, durchbrochen und auf der Spitze stellend,dessen Ecken jede mit einer silbernen Lilie besetzt ist. Wappender Freiherren v. Eberstein-Büring: Schild einmal quer- und zwei-mal der Länge nach getheilt, sechsfeldrig, mit Mittelschilde. ImMittelschilde das Stämmwappen. 1 und 6 in Gold ein einen Felsenhinan klimmender, schwarzer Eber; 2 von Silber und Roth quer-getheilt mit einem Adler von gewechselten Farben; 3 und 4 in Silberdrei, 2 u. 1, rothe Rosen und 5 in Roth ein goldener Löwe). Altes, ausdem Fuldaischen stammendes Adelsgesclilecht u. zwar aus dem gleich-namigen Stammhause bei Milseburg, welches der Familie schon 1282zustand. Der mehrfach früher angenommene Zusammenhang mit denalten Dynasten dieses Namens ist unerwiesen, gewiss aber ist, dassDienstmannen der Voigte der alten niedersäcbsiscben Grafen v. E.deEverstein sich schrieben und so mag wohl aus diesen das fuldaischeGeschlecht hervorgegangen sein. Dasselbe wurde später in den Rit-tercantonen Rhön-Werra und Baunach, in welchen es aber im An-fange des 17. Jahrb. wieder ausging, so wie in Thüringen und in derGrafschaft Mansfeld begütert, wo es Gehofen im Kr. Sangerhausenschon 1530 besass. Zu dieser Besitzung kamen im Laufe der Zeitmehrere andere Güter, von welchen noch Gehofen, Mohrungen etc.dem Geschlechte zustehen, auch besass dasselbe 1779 Stein-Oelsain der Oberlausitz und kam in neuerer Zeit in den Besitz des Ritter-gutes Schönefeld bei Leipzig. Valent. König, dessen Angaben überden Ursprung der Familie dahin gestellt bleiben mögen, führt einenHofmarschall K. Carl V. Philipp v. E. an, welcher den kaiserl. Hofverliess, das Rittergut Gehofen an sich brachte und Hofmeister undRath des Grafen Hoyer zu Mansfeld wurde. Von seinen Enkelnstarb 1676 Ernst Albrecht von E., Herr auf Neuhaus, Gehofen etc.,welcher früher k. dänischer, später kursächs. General-Feldmarschall,Geh. und Kriegs-Rath etc. war. Von den Söhnen desselben setztenChristian Ludwig und Georg Sittig den Stamm fort. Von Ersterem,Herrn auf Gehofen, kursächs. Major und fürstl. anhaltschem Ober-aufseher, stammten, neben anderen Söhnen, Ernst Friedrich, Herrauf Leinungen, k. poln. und kursächs. Abgesandter an mehreren kur-fürstl. Höfen, welcher den Reichsgrafenstand erhielt und seine Liniemit einem Sohne, dem Grafen Friedrich, fortsetzte- und Carl,fürstl. nassau-dillenburgischer Ober-Jägermeister, welcher mehrereSöhne hinterliess; Georg Sittig aber, ebenfalls Herr auf Gehofen,war mit einer Freiin v. Werther a. d. Hause Brücken vermählt, auswelcher Ehe ein Sohn, Ernst Georg, stammte. Das Geneal. Ta-schenb. d. freih. Häuser giebt an, dass das Geschlecht seinen Namenvon dem auf der hohen Rhön liegenden, längst schon in Ruinen zer-fallenen Burg Eberstein habe, nach welcher sich zuerst Botho v. E.,von 11061125 Gaugraf in Grapfeld, nannte. Von den Söhnendesselben führte nur der älteste, Adelbert, dessen Nachkommenschaftschon in der dritten Generation wieder ausging, den Grafentitel fort.Die ordentliche Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Bernhardv. E., Ritter, um 1311. Von den drei Enkeln desselben wurde Eber-