spätere Stammhaus der Familie war Brunzehvalde bei Freystadt, aufwelchem dieselbe bis 1570 blühte, wo Hans v. E., Ritter, den Manns-stamm schloss. Die Erbtochter, desselben, Ursula v. E., vermähltesich mit Christoph v. Kottwitz und brachte ihrem Gemahle dasStammhaus ihrer Familie, Brunzehvalde, zu. Nicht unwahrscheinlichist, worauf v. Meding aufmerksam macht, dass durch diese Vermäh-lung die halben Mühlsteine auf den Helm der v. Kottwitz und auf diebeiden Helme der Freiherren v. Kottwitz gekommen sind. DerEbers-bach'sche Helm trug zwei neben einander aufgerichtete Mühlsteine,welche mit drei wechselsweise rotli und silbernen Straussfederu be-setzt waren, und der v. Kottwitzsche Helm die Hälfte eines quer-durchschnittenen, silbernen Mühlsteins, welcher, aufgerichtet, mitder runden Seite auf dem Helme ruht und mit einem rothen Schafteüberlegt ist, aus welchem ein Busch schwarzer Hahnenfedern hervor-kommt. Bei Erhebung der Familie v. Kottwitz wurde dem Wappenein zweiter Helm mit gleichem Schmucke hinzugefügt. — Der einenLinie der Familie hatte auch in der Oberlausitz das Gut Ebersbachbei Görlitz zugestanden. Als die Ilussiten 1426 die Lausitz ver-wüsteten, zerstörten sie auch das Schloss der Ebersbache, auf wel-chem zwei Brüder wohnten, von denen der eine Parochus loci, derandere der eigentliche Besitzer des Gutes war. Ersteren ermordetendie Ilussiten, Letzterer floh ins Ausland und kam später nach Schwe-den, wo er der Stammherr eines adeligen Geschlechts wurde, welchessich auch in Liefland und Preussen ausbreitete.
Sinapius, I. S. 347 u. IT. S. 603. — Gaulie, I. S. 463 u. 464. : — Zedier, VITT. S. 58. —N. Pr. A.-L. II. S. 100. — Siebmacher, I. 56. — v. Meding, II. S. 140.
Ebersberg, Grafen (im Schilde ein auf einem Dreiberge schrei-tender Eber). Altes, im 11. Jahrb. vorgekommenes, bayerisches Dy-nastengeschlecht, dessen Stammhaus das spätere Kloster Ebersbergbei Wasserburg war. Eberhart kommt 1008 und Adalbert, der Letztedes Stammes, noch 1048 vor.
Wigul Ilund, I. S. 13S.
Ebersberg. Zwei längst erloschene, schwäbische Adelsgeschlech-ter, das eine, 1415 ausgegangene, aus dem gleichnamigen Stamm-hause im jetzigen württembergischen Oberamte Tettnang, das andereaus dem Stammhause dieses Namens bei Murrliart im OberamteBacknang. Letzteres starb mit Engelhard v. E. aus, welcher 1328die Herrschaft an Württemberg verkaufte.
v. Ilefner , ausgestorbener schwäbischer Adel, Tab. 2 u. S. 10.
Ebersberg, genannt Weyers, Ebersberg, genannt Weyers und Leyen,auch Freiherren (Stammwappen und Wappen der Freiherren v. Ebers-berg, genannt Weyers: in Blau eine silberne Lilie. Wappen der Frei-herren Ebersberg, genannt Weyers und Leyen: Schild geviert:1 u. 4 in Blau die silberne Lilie des Stammwappens, und 2 u. 3 inSchwarz ein abgekürzter, silberner Sparren, über demselben in jedemOberwinkel drei, 2 u. 1, und unter demselben in der Mitte des Schil-des vier, 1, 2 u. 1, silberne Schindeln: Leyen). Reiehsfreiherrn-stand. Diplom von 1733 (1734) für Ernst. Friedrich v. Ebersberg,
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