— 463 —
fels. —: Moritz I). v. St. war 1856 k.k. Generalmajor, Brigadier undFestungs-Commandant von Ragusa.
Me'gerle v. Mühlfeld , Ergänz,.-Bd. S. 132.
Dcssaucr. Bayerischer Adelsstand. Diplom von 1837 für GeorgDessauer, k. bayer. Hofrath und Advocaten in München.
W.-B. d. Kgr. Bayern, XI. 56. — v. Hefner, bayer. Adel, Tab. 82 u. S. 73.
Dcssauiiniers, Dcssaunicres. Ein elsassisches Adelsgeschlecht, auswelchem Anton v. D. in k. preuss. Militärdienste trat und zum Ge-neralmajor stieg. Derselbe war von 1795 —1802 Commandant derFestung Glogau. Sein ältester Sohn, Adolph v. D., commandirte inder Schlacht bei Leipzig das 2. Infant.-Regim., erhielt später einGarnison-Bataillon, wurde 1816 als Oberst pensionirt und starb 1833als Postmeister zu Elbing.
N. Pr. A.-L. I". S. 412. — Fhr. v. Ledebur, I. S. 164.
Desselbi'unner, Kille. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1789 für Joseph Desselbrunner, Tuchfabrikanten zu Laibach, mitdem Prädicate: Edler v.
Mp.gerle v. Mühl/eld, Ergänz..-Bd. S. 266.
Dessewffy (Hezsöfv) v. Czernek lind Tarko, Grafen. UngarischerGrafenstand. Diplom von 1775 für Samuel Freiherrn v. Dessewffy.—Altes, ungarisches Adelsgeschlecht, welches oft in der Landesge- *schichte genannt wird und aus welchem, wie das Grafen-Diplomanführt, zwei Generäle und 22 Präfecte, von denen neun unter denMauern von Prag fielen, hervorgegangen waren. — Nach Lehotzki,welcher die Familie Desöffy nennt, kommt das Prädicat: de Czernekvon einer Besitzung in Slavonien her. Paulus Csernek erscheinturkundlich 1447. Der Stamm breitete sich im Laufe der Zeit weiteraus und theilte sich in die Linien zu Krivan und zu Tarcza, auswelcher letzteren Linie Adam mit seinem Sohne, Thomas, von StephanGrafen Szirmay adoptirt wurde. Aus der Linie zu Ifrivän, aus wel-cher die jetzigen Grafen Dessewffy stammen, giebt Lehotzki mehrereGlieder an. Franz D. fiel zu Anfang des 16. Jahrh. zu Plesotz beiLeva. Sein Sohn, Johann, war Magister Curiae"regiae et PraefectusGamerae Posoniensis, Comes de Posegra etc.; als seine Brüder wer-den Stephan, Georg, Franz Nicolaus und Ladislaus genannt, und vonseinem Enkel, Johann II., sagt Lehotzki: „ex Nota Georgii Tarczayin Tärkö statutus." — Die beiden oben erwähnten Generäle sindEmerich D., geblieben 1739 bei Lille, und Stephan D., gest. 1742zu Finta. — Den Freiherrnstand brachte 1666 Franz (II.) D. z. Cz.u. T. in die Familie, und von seinen Nachkommen erhielt SamuelFreih. I)., s. oben, den Grafenstand. Die Ahnentafel des gräflichenHaüses in absteigender Linie ist in der Kürze folgende: Johann D.v. Cz: Helena Iledenvara; — Johann, 1568 Capitain von Ober-Ungarn: Anna I'essy; — Franzi.: Catharina Horwath de Palocza;— Franz II., Freiherr: Anna Ketzer de Lipocz; — Stephan I.:Clara Semsey de Semse; — Nicolaus: Christiane v. Berthot; — Sa-muel, Graf: Clara Horwath de Palocza; — Stephan II. Letzterer,geb. 1.785, war vermählt in erster Ehe mit Anna Freiin Vecsey v.
30*