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2 (1860) (Bozepolski - Ebergassing)
Entstehung
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vom 29. Dec. 1840 für Joseph Derschatta, k. k. Hauptmann, mit demPrädicate: v. Standhalt. — Derselbe war 1856 k.k. Generalmajor undBrigadier in Dalmatien, und zwei Söhne desselben, Joseph u. WilhelmD. v. St., standen als Hruptleute im k. k. 58. Infanteriereg.

Handschriftl. Notizen u. Militair-Schemat. von 1856.

Werschau. Ein ursprünglich preussisches Adelsgeschlecht, auswelchem sich viele Sprossen durch Wissenschaft und bürgerlichesVerdienst, sowie durch Tapferkeit verdient gemacht haben. Der all-gemeine Stammvater des Geschlechts ist Bernhard I. Derschau, wel-cher 1590 starb und drei Söhne: Johann, Reinhold und Bernhard II.hinterliess. Diese drei Söhne, welche drei, ihre Namen führende Li-nien stifteten, erhielten 15. Decbr. 1602 den Reichsadelsstand. Daskaiserliche Diplom führt dieselben als: Bernhard, Johannes und Rein-hold die Derschowen, Gebrüder alle drei, auf. Reinhold I., Herr aufGegenburg, wandte sich in fremde Länder, und Nachkommen dessel-ben sind nicht bekannt. Von Johann v. D., Herr auf Woiditken imjetzigen Kr. Heiligenbein, erst kurbrandenb. Hofgerichtsrath, spätercurländ. Geh.-Rath und 1616 gestorben, stammen die jetzigen v. D.in Curland ab, Der Sohn desselben, Theophil, war 1619 herzogl.curländ. Rath u. Abgesandter am k. k. Hofe wegen Anspruchs auf dasJlerzogthum Jägerndorf in Schlesien, konnte aber diesen Anspruchnicht durchsetzen, weshalb nach seinem Tode der Sohn desselben,Christoph, an den k. k. Hof geschickt wurde, der aber auch starb,ehe diese Angelegenheit im westphälischen Friedensschlüsse Erledi-gung fand. Christoph v. D. war 1644 Prof. juris prim. zu Königsberggeworden, starb aber schon 1645.— 1753 lebte in Curland NicolausMagnus v. D., dessen Sohn, Casimir Ernst, verm. mit Dorothea Mar-garethe v. Hohendorf, der nächste Stammvater der curländischeu v.D. ist. — Bernhard II. v. D., dritter Sohn des oben angeführten ge-meinschaftlichen Stammvaters der Familie Bernhard I., Herr aufKuggen, gest. 1632, war curbrandenb. Hofgerichtsrath und von ihmstammten die Söhne: Bernhard III., Reinhold II. und Johann II.Ersterer, gest. 1639, Doctor der Theologie und Pfarrer der AltstadtKönigsberg in Preussen, war früher ein bekannter Liederdichter:von Johann II. fehlen weitere Nachrichten, Reinhold II. aber setzteden Stamm fort. Derselbe wurde 1628 Doctor der Rechte und 1639Prof. Juris primarius zu Königsberg, kam 1643 ins Hofgericht, 1657ins Tribunal, und 20. März 1663 bestätigte ihm Kurfürst FriedrichWilhelm zu Brandenburg den seinem Vater, Bernhard II., und denbeiden Brüdern desselben 1602 ertheilten Reichsadel. In diesemBestätigungs-Diplome ist Reinhold II. v. D. kurbrandenburg. Ober-Appellationsgerichts- und Hofrath genannt und dabei bemerkt, dasser, Rcinhold Derschow, mit zwei seiner Brüder, bereits 1602 denReichsadel erhalten habe, doch war, wie angegeben, das kaiserlicheDiplom für Reinhold's II. Vater, Bernhard II., ausgestellt worden.Das Wappen wurde im kurbrandenburgischen Bestätigungs-Diplomevon 1663 mit einer Säule vermehrt (in Roth zwei gegen einandergekehrte, schwarzbraune Widdelsköpfe und zwischen denselben eine