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Freiherrnstandes der Familie vom 27. Jan. 1625 für Christoph Mar-tin I. v. Degenfeld auf Eybach, Dürnau und Neuenhaus, der RepublikVenedig Generallieutenant in Albanien, so wie für seinen Bruder,Christoph Wolf und seines Vaters-Bruders Sohn, Christoph Jacobv. Degenfeld und Grafendiplom vom 15. April 1716 für ChristophMartin II. v. Degenfeld. — Altes, ursprünglich der Schweiz ange-höriges Adelsgeschlecht, vor Alters Tägerfeld genannt, aus demgleichnamigen Stammhause in der Grafschaft Baden in Aargau, wel-ches schon im 9. und 10. Jahrb. blühte. In den Unruhen, welche,nachdem K. Albrecbt gestorben, seit 1308 in der Schweiz anfingen,begaben sich mehrere Sprossen des Stammes nach Schwaben undFranken, wo später das Geschlecht den Rittercantonen am Kocherund im Craichgau in Schwaben und dem fränkischen RittercantonRhön-Werra einverleibt wurde. Unter den nach Schwaben gekom-menen Gliedern wird namentlich Conrad v. D. genannt, welcher un-weit Schwäbisch-Gemünd ein zweites Schloss Degenfeld erbaute. —Die Nachkommen gaben längere Zeit den Ilerrenstand auf, bis Chri-stoph Martin I., s. oben, den Freiherrenstand wieder erneuert er-hielt. Derselbe, gest. 1653 als venetianischer General, schrieb sichzugleich: Edler Pannerherr zu Dürnau, Eybach und Neithausen undwar mit Anna Maria Adelmann v. Adelmannsfelden vermählt, auswelcher Ehe, neben einer Tochter, Maria Luise, fünf Söhne stamm-ten. Maria Luise, in morganatischer Ehe mit dem Kurfürsten CarlLudwig von der Pfalz vermählt, wurde vom Kaiser Leopold I. zurllaugräfin erhoben, gebar dem Kurfürsten 13 Kinder, die s. g. Rau-grafen und starb 1677 vor ihrer 14. Entbindung. Ihre fünf Brüderwaren die Freiherren: Ferdinand, kurpfälz. Statthalter und Vice-dom in der unteren Pfalz; Gustav, kurpfälz. Geh.- und Kriegsrath;Adolph Christoph, k. dän. General-Wachtmeister; Maximilian, kur-pfälz. Geh. Rath und Vicedom zu Neustadt und Hanniba], früher kur-sächs. Oberst und später venetianischer General. Von diesen fünfBrüdern ist Freih. Maximilian der nähere Stammvater der Grafenv. Degenfeld-Schonburg und die fortlaufende Stammreihe derselbenist folgende: Freih. Maximilian, gest. 1697: zweite Gemahlin: Mar-garetha Helena Freiin v. Canstein, gest. 1746; — Graf ChristophMartin (II.), s. oben, gest. 1762, k. preuss. w. Geh. Etats- und Kriegs-minister, General der Cav. etc.: Maria, gest. 1762, jüngste Erbtoch-ter Meinhards Herzogs v. Schomburg und Leinster in England, derenNamen und Wappen, doch ohne die herzogliche Würde Graf Chri-stoph Martin, welcher 1733 die letzte Raugräfin beerbte, annahm; —Graf August Christoph, gest. 1814: zweite Gemahlin: Friederike He-lene Elisabeth Freiin v. Riedesel; — Graf Gustav Eugen FriedrichChristoph, gest. 1807, k. k. Kämm.: zweite Gemahlin: Maria AnnaFreiin v. Berlicliingen, gest. 1839; — Graf Christoph, geb. 1797, rit-terschaftlicher Abgeordneter zu der württemb. Ständeversammlung,Herr auf Hohen-Eybach, Dürnau etc. etc., verm. in erster Ehe mitCharlotte Grf. v.Dürckheim-Montmartin, gest. 1831 und in zweiter mitAuguste Grf. v. Normann-Ehrenfels, geb. 1815. Aus der ersten Ehe