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weit München an der Amper. — Amoldus und Conradus Comites deDachau kommen schon 1130 vor. Letzterer erhielt vom K. Fried-rich I. das Herzogthum Dalmatien als Lehn und schrieb sich daherauch üux. Urkundlich tritt derselbe noch 1181 als: Cuonradus duxde Dächowe auf und schloss 1182 seinen Stamm, worauf seine Ge-mahlin, Uchthild, die Grafschaft Dachau an die Wittelsbacher ver-kaufte. Nach anderen Angaben soll Conrad schon 1159 oder 1175gestorben sein. Nach seinem Tode erhielt das Herzogthum Dalma-tien Berthold Markgraf von Istrien, welcher von 1195 als Dux Dal-matiae urkundlich oft vorkommt. — Den Namen Dachau führte übri-gens auch ein Dienstmannengeschlecht der Grafen v. Dachau, welchesauch Lauterbach unweit München besass und sich nach dieser Be-sitzung schrieb. Mit Conrad v. Dachau zu Lauterbach erlosch 1439der Mannsstamm, und durch Vermählung einer seiner r Iöchter kamLauterbach an die Familie v. Hundt.
Wigul. Hundt , I. S. 43 u. S. 181 ff. — Oberbayer. Archiv, VI. S. 50. — Monumenta boica,VI. K. 100 u. X. S. 234 u. 398.
Hachenhausen, Tachenhaiiscn, Tattenhausen. Altes, von Siebmaeherzum schwäbischen Adel, von Neueren zu dem der Rheinlande gerech-netes Adelsgeschlecht, aus welchem Albrecht v. Hattenhausen demConcil zu Costnitz beiwohnte. Die Familie blüht jetzt in Hannover,wohin sie zu Anfange des 18. Jahrb. mit dem Obersten v. Hachen-hausen gekommen ist. Mehrere Sprossen des Stammes haben bisauf die neueste Zeit in der k. hannov. Armee gestanden. Alexanderv. L). wurde 1851 Oberst und Commandant des Garde-IIusarenregi-ments und Friedrich v. D., seit 1843 Premierlieutenant, stand 1852im 6. Infanterieregimente.
Frh. v. d. Knesebeck, HI. S. 113 u. 114. — Grüneberg, Wappenb. (1er geistl. u. weltl.Herren, die auf dem Concil zu Costnitz gewesen, Augsb. 1488, Frankf. 1575 u. neue Auflagevon Dorst. — Siebmacher , I. 110: v. Dachenhausen, Schwäbisch. — v. Meding , III. S. 113u. 114. — W.-B. d. Kgr. Hannover, C. 34 u. S. 5. — Kneschke, II. S. 103 ti. 104.
Dachcröden, Dachröden. Altes, thüringisches Adelsgeschlecht,aus dem gleichnamigen Stammhause an der Unstrut, eine Meile vonMühlhausen, welches schon vor 200 Jahren an die genannte Stadtkam und jetzt Dachrieden heisst. — Die Familie erwarb vom 16. Jahr-hundert an in Thüringen und später in der jetzigen Provinz Sachsenund in Franken mehrere Güter. Valent. König beginnt die Stamm-reihe mit Claus v. D., um 1500. Der Enkel desselben, Christophv. D., trat, nach vollendeten Studien, erst in spanische, dann in fran-zösische Dienste, Hess sich später in den deutschen Orden aufneh-men und wurde 1562 erster evangelischer Comthur zu Eger in Böh-men. Derselbe starb 1604 zu Rotenburg a. d. Tauber, wo .er auchein Ordenshaus verwaltete. Christoph Georg v. D. starb 1638 alsgräfl. stollberg. Hofmeister und hinterliess zwei Söhne, Hans Chri-stoph und Georg Ernst. Um dieselbe Zeit lebte Johann Magnusv. D., Domherr zu St. Nicolai und Dechant zu St. Sebastian zu Mag-deburg. Derselbe, gest. 1650 zu Erfurt, hinterliess im Manuscripteeine Geschichte seiner Familie, die jetzt Eigenthum der k. Bibliothekzu Berlin ist. Heinrich v. D., genannt der Ungar, weil er in Ungarn