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N. Pr. A.-L. I. S. 37 u. S. 378. — Frh. v. Ledebur , I. S. 150 u. III. S. 229. — W. B.d. Preuss. Mon. II. 100. — Kneschhe, III. 87 u. 8S.
Cratz v. Scharffenstein, aucli Grafen (in Silber ein schmaler,rother Querbalken, oben und unten von 13 querliegenden, schwarzenSchindeln beseitet. Ueber dem Balken liegen 7 Schindeln in zweiReihen, 4 und 3, und unter dem Balken sechs in drei Reihen, 3, 2und 1). Reichsgrafenstand. Grafen-Diplom vom 5. Dec. 1673 fürJohann Anton Cratz v. Scharft'enstein. Altes, rheinländiscbes Adels-geschlecht, entsprossen aus dem v. Scharffeusteinschen Stamme, s.den betreffenden Artikel. Dasselbe beginnt mit dem Sohne Wilhelm'sv. Scharffenstein, Henrich v. S., genannt Cratz, welcher 1390 lebte.Was denselben bewogen hat, diesen Namen anzunehmen und aufseinen Stamm fortzupflanzen, so wie das Wappen etwas zu verändern(die v. Scharffenstein führten folgendes Wappen: in Silber einschwarzer Querbalken, oben und unten von einem quer gezogenen,schwarzen Faden beseitet. Das Feld war mit schwarzen Schindelnso belegt, dass über dem Balken und Faden sieben derselben in zweiReihen, 4 und 3, unter demselben aber sechs in drei Reihen, 3, 2und 1, quer lagen) ist nicht bekannt. Beide Geschlechter, die v.Scharffenstein und die Cratz v. Scharffenstein, sind schon lange er-loschen, letztere Familie 1721 mit Hugo Ernst Cratz, Grafen v.Scharffenstein, und Freiherrn zu Riesenburg, kurtrierschen Geh. Rath.
Humbracht, S. 8 u. 9. — Schannat, S. 156. — Gauhe, I. S. 369 u. 370. — v. Hattstein,I. S. 109. — Biedermann, Canton Otteuwald, Tab. 348—350. — Frli. v. Ledebur , I. S. 150.— Siebmacher, I. 130 Nr. 1. — v. Meding, II. 109 u. 110.
Crause. Ein in Schlesien vorgekommenes Adelsgeschlecht, wel-ches sich v. Crause auf Grossauschker schrieb. Nach Sinapius II.lebte Georg v. C. um 1660. Von demselben stammte Gottfried, Herrauf Gross-Nadlitz, dessen einziger Sohn, Ferdinand, noch 1730 lebte.Diese Familie ist von der Familie Grausen, Crause und Crauss v.Crausendorf wohl zu unterscheiden, s. die betreffenden Artikel.
Gauhe, II. S. 145.
Grausen, Grause, Crausse, Gruse, auch Freiherren (Schild geviert:1 und 4 in Blau drei goldene Monde, und 2 und 3 ebenfalls in Blauein, einen grünenKranz haltender, goldener Löwe). Böhmischer Frci-lierrnstand. Diplom vom 16. Mai 1734 für Johann Rudolph v. Crau-sen. — Ursprünglich ein mindensches Stadtgeschlecht, in welchesin der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. Hans Georg Crausen, Herrauf Patterjen im Caleubergischen, den Adel brachte. Die Familiebesass schon im 14. Jahrh. mindensche Lehne vor der Stadt, wurdevom 16. Jahrh. an im Fürstenthume Calenberg begütert, und kam inder zweiten Hälfte des 17. Jahrh. mit der Herzogin von Bernstadt undJuliusberg, geb. Prinzessin von Sachsen-Meiningen, nach Schlesien,wo sie Güter in den jetzigen Kreisen Oels und poln. Wartenbergerwarb. — Freih. Johann Rudolph, s.oben, fürstl. württemb.-ölsscherReg.-Rath und später Landeshauptmann, Herr auf Allerheiligen,Schönwalde und Sechskiefer, war mit Charlotte Christiane FreiinWein zum Altenstein vermählt. Aus dieser Ehe stammte Freih. CarlStilhelm, Herr auf Allerheiligen etc., ein sehr gelehrter Mann,