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3 (1842)
Entstehung
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mit ihren wasserreichen Thälern, ihren ungastlichen, mit eigenenTrümmern überdeckten Höhenflächen und von der Gebirgemasse ge-trennt scheinenden Jnselbergcn, weithin fortziehen. Der hoheScheitel des Hohenstaufens bildet im fernen, nebelgrauen Nordostenden Schluß der schönen Alpberge, welche mit dem Hohcnzollernbeginnen. Im Hintergrunde strahlen die schneeigen Alpen derSchweiz und des Tprols"*).

Die Ho henz ollern schon Ahnen sind die ächtdeutschcn Für-stenhäuser Gcrolds vom Bussen undHildcbrands. Desgroßen Alemannen-Herzogs Gottfried EnkelHachungus"war der Gründer der Stadt Hcchingen, schon zur Zeit Karlsdes Großen; und schon damals ist Hcchingen eine Zollstationauf dem Verbindungsweg zwischen dem Neckar und der Donaugewesen. Mit den Zollerhebungen wurden häufig die Grafen be-lehnt, daher noch heute die vielen adeligen FamilienZoller."Als die Grafen anfiengen sich von ihren Burgen zu nennen, legtesich auch die gräfliche Familie von Sülichgau den NamenZoll er" bei und zwar zuerst die in Hechingcn residirenden,und nachdem dieselbe sich für beständig auf ihrem Bcrgschloß

Die bezeichneten Stellen sind aus Fid. Baurs Geschichte beiderFürstenthümer Hohenzollcrn. i, Hft. Einltg. S. 5.

niedergelassen, so nennte sie sich und ihre BurgHohenz ol-ler," während die nicht dortwohnenden Familienmitglicder schlecht-weg in den alten UrkundenZoller" genannt werden. Ebensonennen sich die erstem, zum Unterschied von den letztern:Zoller zu Hohenzollcrn." Urkundlich kommt der NameHohenzollcrn" erst am Ende des zehnten Jahrhunderts mitdem GrafenFriedrich" vor, welcher auch für den eigentlichen Stifterdieses Namens für seine Familie angesehen werden muß , wor-aus die große Vorliebe für den NamenFriedrich" in derselbenzu erklären ist.

Bald theilte sich die Familie Hohenzollcrn in mehrereZweige, die aber nicht lange blühten. Brüderliche Zwiste führten1403 den Verlust der ganzen Herrschaft Schalksburg (das heu-tige Oberamt Balingen), welches an Würtemberg verkauft wurde,nach sich. Am folgreichsten war die Erwerbung des Burggraf-thums Nürnberg von Eitel Friedrich unter Kaiser Rudolph vonHabsburg, dessen Schwager jener war. An diese knüpfte sich inder Folge unter Kaiser Sigismund 1417 die Erwerbung der MarkBrandenburg und später Preußens. Das mächtige Königshausvon Preußen ist daher aus der Wiege unsers schwäbischen Ho-hcnzolternschen Fürstenhauses entsprossen, welches selbst seit demRheinbünde zwei souveraine Rcgcntcnfamilien bildet.

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