Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
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der Thaler in allen Münzsorten und jedem Münzfuß; der Son-ncnwirbel bei Goltesgab, einer der schönsten Höhen des Erzge-birges; der große und mit vielen Merkwürdigkeiten versehenePark zu Schönhof und endlich das alte PrämonstratenserstiftTepl, mit dem nahen Marienbad, welches, obschon dasjüngste unter den böhmischen Bädern, dennoch hinsichtlich seinesReichthums an verschiedenartigen, höchst schätzbaren Mineral-quellen und der hierbei errichteten, trefflichen Trink- und Bade-anstalten gegenwärtig mit den berühmtesten Badeörtern Deutsch-lands wetteifert. Die hier genannten entfernteren Ausflügevon Earlsbad sind aufs Höchste für einen Tag zu Wagen hinund zurück berechnet, sonst hätten sich dieselben wohl noch be-deutend vermehren lassen.

Ich glaube, die Beschreibung dieses alt- und hochbe-rühmtcn Kurortes nicht würdiger schließen zu können, alsmit Anführung jenes Lobgcdichtes des berühmten böhmischenDichters und Reisenden, Bohuslaw Lobkowitz von Hassen-stein*), welches auf der nördlichen Seile des Mühlbadegebäu-dcs mit goldenen Buchstaben in einer Marmorplatte cingegra-ben ist:

In Dbermas Oarali I V.

Ichns, Hslicvniadum merito celehrands eolmrti,

Oude titzi laticos calidi, venaevv meantisLulkm'is, ant vlvao (dicta mirabile) oalcis?

I'er terras Licnlawno i^nis qni piacavat ^elnamItl kaeit? an 8tv^ii tarsan vicinia OitisHas tepekecit aguas? Kajaruin litara ceüantXtqae Xntenvroum prospectaiis inida ll'imavumLt quae caeruleo evnsuiKit praxima Hlieim,

*) Geboren gestorben I5W. Seine ausführliche Biographie ist

in der schätzbaren österreichischen National-Encyklopädie enthalten.

Xohilitala tuo, Lanctissime Oarole rvAiunInteritn. Ouantas emittit in aära dnilas?

^spieo, qnam varie lapides et marmorn pinzit,I'er qnaecnnqne llnit? vix ipsa eolorilms IrisOollueet totidem! k'elix per seeula mana,kons sacer, Humana Aeneriquo salutiker esto,

Kode sein validas vires, pavidaequo pnollaeI'armvsam eonker kaeiom, morhisgne niedereOmnibus, et patrias aeeedat iaetior oras,

Ouis quis in üae Ivmpha kra^iies immerserit artus.Zu Deutsch:

Auf Carl's IV. H,eilbad.

Quelle, werth des Gesangs der göttlichen Helikonidcn!Wo erzeugst Du die heiße Flut, des wallenden SchwefelsAdern, o Wunder! wo die Füll' aufbrausenden Kalkes?

Wirkt es der unterirdische Brand, der Siciliens AetnaAufwühlt? Oder ist dies Gewässer vielleicht von des OrkusGlühender Näh' erhitzt? O weicht ihr Quellen von Vaja,Well' an Antcnors Strand, stets hingewandt zum TimavusWeich' auch du, so du nahe schwillst am bläulichen Rheinstrom,Herrlich verklärt durch Carls, des frömmsten der Könige, heil'geGrabesstätte! Wie hoch sie mit Sprudeln sich schwingt in

die Lüfte!

Sieh, mit welch' buntem Schmuck sie Stein und Felsen bekleidet,Da, wo sie rieselnd streicht! Kaum der Iris Bogen erglänzt inSolchem Farbenspiel. Fleuß' glücklich im Strome der Zeiten,Heiliger Quell, ein heilender Hort dem Menschengeschlechte!Greisen erfrische von Neuein die Kraft, der schüchternen JungfrauRöthc die liebliche Wang' aufs Neu' und jegliches SiechthumHeile, daß froher kehr' zu den theuren Fluren der Heimath,Wer je in diese Welle getaucht die entkräfteten Glieder.

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