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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Wcstcrhagcn.

zeigt einen waciisenden Löwen im Proiii, er trägt eine mit dreiStraussenfedern (schwarz, Göhl, schwarz) besteckte goldene Krone;auf dem dritten steht der blaue Löwe verkürzt und eine goldeneKronetragend, die mit einem Pfauenschweife besteckt ist. Die Decken unddas Laubwerk sind rechts roth und Göhl, links blau und Gold. ZweiLöwen mit Schwert und Schild halten das Hauptschild.

Weste rli agcn, die Herren von, Bd. IV. S. 328.

Eine uralte adelige Familie, welche chnvmärkische, Sachsen-go-thaische, Ilessen-kasselsche und braunschweigische Lehne besitzt. Siesoll sich vor alten Zeiten de Indagine genannt haben. Thilo de Inda-gine hat um das Jahr 1086 unweit dem Westerwahle das ScldossWesterburg erbaut. Sein Sohn gleiches Namens soll, weil er wegeneines Duells iliichtig geworden, sich auf dem Eichsfehle niedergelassenund um das Jahr 1126 die Burg Westerhagen angelegt haben. Vondessen Nachkommen wird Heinrich um 1293 zu Gotha genannt. Vondessen Brüdern sind Bruno und Dietrich zu beachten. Jener wurdeGrossvater HcinricWs, erzbischöll. mainzischen Landvoigts auf deinEichsfelde. Von diesem stammt ab: Heins Albrecht, welcher im 17tenJahrhundert churinainzischer Oberster gewesen, und Heinrich Arnold,dänischer Oberst-Wachtmeister, dessen Sohn Heinrich fiirstl. münster-scher Oberster war; er ist neun Jahre Sclave der Taitaren gewesen,endlich von dem Könige von Schweden ranzionirt worden. Er hatunter andern einen Sohn gleiches Namens hinterlassen, welcher Sach-sen-gothaischer General-Major und Commandant über die Leibgardezu Pferde, auch Oberster über ein Dragoner-Regiment geworden ist,noch 1717 geblüht und seinen Stamm fortgesetzt hat. VorgedachterDietrich, der um das Jahr 129S lebte, setzte eine andere Linie fort.Von ihm stammt unter andern ab: Herrmann Otto, fiirstl. Sachsen-gothaischer Oberst-Lieutenant, der gegen Ausgang des 17ten Jahr-hunderts llorirte.

Die im Jahre 1126 von dem flüchtig gewordenen v. W. erbauteWesterburg wurde im Bauernkriege um das Jahr 1525 zerstört, wäh-rend er mit seinen Knechten einem Herrn v. Hanstein gegen dieBauern zu Hülfe geeilt war. In der Burg wurde Alles ermordet, undnur der damals zweijährige Sohn des Besitzers, Heinrich v. W., des-halb verschont, weil seine Wärterin sich mit ihm in die Kapelle ge-flüchtet, den Kelch vom Altare ergriffen und diesen über das Kindgehalten hatte. Die wiithenden Bauern sind hierdurch besänftigt wor-den. Dieser Heinrich war der einzig übrig gebliebene W., von demjitzt die ganze Familie v. AV. abstammt. Er heirathete zweimal unddadurch wurde diese Familie, wie auch jetzt noch, in zwei Liniengetheilt. In Teistungen baute er sich an. Hier lebt jetzt noch derSenior der Familie, der Kammerherr August v. W., künigl. preuss.Johanniter-Ordens-Kitter, und in dessen Besitz befindet sich auch noch,gut erhalten, der oben erwähnte Kelch. Dieser Kammerherr v. W.wurde früher in vielen Landschaftsangelegenheiten gebraucht, im Jahre1807 als Deputirter nach Braunschweig an das französische Gouverne-ment geschickt, um Erlass von den Kriegssteuern, die Napoleon demLande aulerlegt hatte, zu bewirken, was ihm auch gelang, denn siewurden sehr ermässigt, und er wendete das Executions-Commando,welches deswegen auf das Eichsfeld geschickt werden sollte, ab. Wiees im Jahre 1814 und 1815 wieder preussisch ward, wurde er Mitgliedder Militair-Verwaltungs-Commission, und nachher wieder als Depu-tirter nach Magdeburg geschickt.

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