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Suppl. 1 = 5 (1842)
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schlechtes liegt in der Nahe des Harzwaldes. Der Ahnherr des Hau-ses, der tapfere Ritter Ottohaid , soll es vom Kaiser Karl dem Grossengeschenkt erhalten haben und zum Herrn v. W. erhoben worden sein.Ausser dieser Besitzung sind Beichlingen, Frondorf, Brücken, Wiehe,Kröppen, Neunheiligen und andere Herrschaften und Güter, die sämmt-lich in Thüringen liegen und gegenwärtig zum Kreise Kckartsberga imRegierungs-Bezirk Merseburg gehören. Nach diesen Besitzungen zer-fiel das Haus in die drei Hauptlinien zu Beichlingen, Brückenund Wiehe. Die Beichlingsche Hauptlinie zerfiel wieder in dieHäuser FrohndorfCölleda 'und Beichlingen Gr. Neuhausen (spätererwarb sie auch Kythra). Die Wiehesche Hauptlinie theilte sich wie-der in das Unterhaus Wiehe und das Oberhaus Wiehe-Lossa. KaiserHeinrich IV. ei theilte dem Ritter Herrmann W., der den Beinamender Wachsame führte, das Reichs-Iirbkanuner-Thürhüter-Amt mit an-sehnlichen Gütern als ein unmittelbares Keichslehn; zugleich ver-mehrte er das Familienwappen. Nachdem schon mehrere Vorfahrendie Reichsgrafenwürde ausgeschlagen hatten (namentlich der FreiherrJohann v. W. 1509), nahm sie am 12. Aug. 1702 Georg J. Freiherrv. W., kursächsischer Geh. Rath und Minister, vom Kaiser Leopold 1.an. (Kr war am 23. Juli 1663 geboren, vermählt den 2. April 1689mit Helene v. Miltitz und starb den 4. Febr. 1721.) Dieser ersteGraf v. W. gehörte der Linie Beichlingen-Neuhausen an. König Frie-drich I. stellte demselben unter dem 5. März 1703 ein Anerkennungs-Diplom ans. Zu derselben Linie gehörte Ferdinand Graf v. W., deram 17. Jan 1708 Reichsgraf wurde und 1763 starb. Kin Enkel deserwähnten Georg I. war Johann Georg Graf v. W. auf Leubingen, geb.1735, Stiftskanzler zu Zeitz, kursächsischer Minister am königl. fran-zösischen Hofe, Domherr zu Merseburg, nachmals königl. preussischerStaatsminister und seit 1773 Ritter des schwarzen Adlerordens; erStarb 1790. Der Briickenschen Hauptlinie gehörte an Georg Chri-stoph Freiherr v. W., königl. preuss. Geh. Rath u. s. w. OttoFerdinand Freiherr v. W., kaiserl. russischer General-Lieutenant.Wilhelm Rudolph Freiherr v. W. auf Klein-Werthern und Brücken,preussischer Landrath und Landschafts - Director in Hohenstein.Gegenwärtig ist Ottohaid Freiherr v. W. auf Beichlingen königl. Kam-merherr, N. N. Freiherr v. W. ist Regierungs-Rath zu Potsdam, An-ton Freiherr v. W. Oberlandesgerichts Assessor zu Naumburg, undRudolph Freiherr v. W. Criminal-Richter zu Sangerhausen.

Das vollständige Wappen der Graten v. W. besteht aus einem,fünf Quartiere enthaltenden Schilde mit einem Herzschilde (oben zwei,unten drei). Das erste Feld ist silbern und von drei rothen Quer-balken durchzogen, das zweite zeigt auf goldenem Grunde einen rechtsaufspringenden gekrönten blauen Löwen, das dritte Feld ist blau,darin steht ein silberner gekrönter Strauss, der ein Bund goldenerPfeile mit dem rechten Fusse halt, im vierten Felde, welches dasmittelste der drei untern ausmacht, einen rechts vorschreitenden weis-sen Elephanten, der auf dem Halse einen Mohren und auf dem Rückeneinen Thurm trägt, das fünfte Feld zeigt einen goldenen gekröntenAdler auf einem roth und silbernen Schach. Das Herzschild reichtvom obern Rande des Schildes bis fast in die Mitte des vierten oderlnittlern Feldes der untern Reihe. In der obern goldenen Hälfte des-selben steht der doppelte gekrönte Reichsadler, die untere Hälfte istquadrirt, die Felder 1. und 4. sind golden, darin der blaue aufsprin-gende Löwe, die Felder 2. und 3. sind schwarz, in jedem ein golde-ner, drei Blätter treibender Ast. Das Hauptschild trägt drei gekrönteHelme; auf dem ersten rechten eine Säule, in roth und Silber schräggetheilt und mit einem Pfauenschweif besteckt; der mittlere Helm