Veltheim.
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Schlacht hei Aspern ehrenvolle Wunden. Nach der Heilung derselbenwurde er Adjutant des Fürsten von Bentheim. Die französische Ver-ordnung, die damals alle in dem Gebiete, welches zum französischenKaiserreiche gezählt wurde, geborne Männer aus fremdem Kriegsdienstzurücklief, veranlasste ihn zu der oben erwähnten Annahme des altenFamiliennamens. Im Jahre 1813 wurde V. v. E. russischer Haupt-mann und Adjutant des Generals Tettenborn. 1814 trat er in denpreussischen Civildienst; er begleitete den Fürsten Hardenberg 1815nach Paris und wurde darauf als Minister-Resident in Karlsruhe an-gestellt. Im Jahre 1819 schlug er den Posten eines preussischen Mi-nisters bei den Staaten zu Nord-Amerika aus. Seitdem lebt er mitdem Titel eines Geh. Legations-Raths ausschliesslich den Wissen-schaften zu Berlin. Zahlreiche sehr geschätzte Schriften sind dieFrüchte seiner Thätigkeit. Er ist seit dem Jahre 1833 Wittwer vonRahel Antonie Friederike, geb. Levin Marcus; eine geistreiche, lite-rarisch sehr thätige Frau, über deren Wirken und Leben die Gallerievon Bildnissen von Raliefs Umgange und Briefwechsel, Leipzig 1836,Auskunft giebt.
Veltheim, die Grafen nnd Freiherren von, Bd. IV.
S. 292.
Eines der ältesten Geschlechter des alten Sachsenlandes, welchesbereits in Urkunden des Ilten Jahrhunderts vorkommt, und damalssowohl Veltem , als Velthem, auch wohl Veltum geschrieben wurde.
Ein Zweig dieses Geschlechts besass die Grafschaft Osterburg,welcher aber mit Siegfried, Grafen zu Osterburg, gegen die Mitte des13ten Jahrhunderts ausstarb.
Burchard v. V- war Bischof zu Halberstadt und nennt in einerUrkunde vom 25 Julius 1087 seinen Bruder Adelyatus v. V. und des-sen Sohn, Werner v. V., Grafen zu Osterburg. Letzterer war ver-mählt mit Gisela, Tochter des Grafen Wiprecht v. Groitsch. Ausserdiesem war noch ein Sohn Ruggerus oder Rulgerus vorhanden, wel-cher mit einer Tochter des Grafen Friedrich v. Lengenfeld verheira-thet war, aus welcher Ehe zwei Söhne, Friedrich und Rutyerus , dernachher gedachte Erzbischof entsprossen, wovon Friedrich ohne männ-liche Nachkommen starb.
Jenem Werner I. folgte sein Solin gleiches Namens im Besitzedieser Grafschaft, welcher in einer Urkunde des Kaisers Lothar vom13. Juni 1129 als Zeuge aufgeführt wird und mit Eleke (Adelheid),Tochter des Herzogs Magnus von Sachsen und Lüneburg, vermähltwar.
Ein anderer Sohn desselben war Adelgnlus, früher Domprobst zuHalberstadt und von 1107 bis 1119 Elrzbischof zu Magdeburg. Nachdessen Tode wurde dessen Vetter Rotycrus v. V. zum Erzbischof zuMagdeburg einmüthig gewählt, und dieser starb 1125.
Jener Werner v. V., Graf zu Osterburg, aber wurde 1105 vomKaiser Heinrich IV. zum Statthalter von Ancona ernannt. Es hinter-Hess derselbe einen Sohn gleiches Namens, der ihm im Besitze derGraftschaft Osterburg folgte, und einen Sohn, Namens Siegfried, wel-cher Domherr zu Halberstadt war.
Ersterer war mit einer Tochter Dedo's, Edlen v. Krosigk, undder Bia v. Hertbike (Harbek, Harbke) und Mesburge (Merseburg),Stiefschwester des Grafen Milo v. Amensleben und Morsleben, verhei-rathet. Ihm folgte als Graf zu Osterburg sein Sohn gleiches Namens,