Uslar-Gleichen.
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Friedrich Olto v. U. erhielt als Sachsen-Weimarischer Gesandterin Berlin von dem Könige von Prenssen, Friedricli I., den schwarzenAdlerorden als eine Anerkennung seiner geleisteten Dienste.
Die Glieder des zahlreichen Geschlechts derer v. U.-G. wohnengrösstenteils im Königreich Hannover, einige in dem KurfürstentumHessen und dem Grossherzogthume Oldenburg.
In dem Königreiche Preussen folgende:
I. Von der Ludolf'schen Linie:
1) Wilhelmine v. U.-G., Gemahlin des General-Majors v. Lede-bur IL, Commandeurs der 5ten Landwehr-Brigade, in Erfurt.Ihr Vater war der hannövrische General-Major Karl AuaustWilhelm v. U.
2) Die beiden Brüder Dctllcv Eduard und Delmilm Karl v. U.-G.,welche im Garde - Schützen-Bataillon in Berlin als Seconde-Lieutenants dienen. Sie sind die Söhne des in Göttingen woh-nenden Ritterguts-Besitzers Eduard v. U.-G.
II. Von der Melchior'sehen Linie:
Der königl. preuss. Landratli Karl v. U.-G. in Schleusingen, Solindes königl. hannövrischen Ober-Hauptmanns Hans Lehrecht v. U.
Mit seiner Gemahlin Amanda, Grälin v. Schlabrendorff, Tochterdes Domherrn Grafen Heinrich v. S., hat er drei Kinder:
1) Karl Ernst Leopold,
2) Leopoldine Eleonore Karoline Adelheid, und
3) Maria Amanda Amalie Adelheid Ida.
Obgleich die Familie den Freiherrn-Titel zu führen berechtigtist, so bedienen sich dennoch nicht alle desselben.
Schon bei mehreren Gelegenheiten ist dies durch Urkunden be-wiesen, namentlich als auf Befehl des Königs von Westphalen alleadeligen Familien im sogenannten Königreich Westphalen ihren Adel,Wappen und Titel nachweisen mussten; in Folge dessen der Ober-IIauptinann, damalige Friedensrichter Hans v. U. ein Bestätigungs-Patent vom 10. Juli 1813 von dem Könige v. Westphalen HieronymusNapoleon erhielt, welches in dem westphälischen Gesetz-Biilletin vomJahre 1813, Bd. II. No. 28. S. 59 bekannt gemacht ist. Auch habenSe. Majestät Friedrich Wilhelm III. dem Landrath Karl v. U. beiVerleihung des St. Johanniter-Ordens durch Allerhöchste Cabinets-Ordre vom 18. Jan. 1829, welche in der Haude- u. Spenerschen Zei-tung fiir 1829. No. 16. abgedruckt ist, diesen Titel anerkannt.
Den Namen „Gleichen" führt die Familie erst seit 1825. Se. Ma-jestät der König von Hannover, Georg IV., gestattete die Annahmedieses Namens zur Unterscheidung von einer andern im KönigreichHannover angesessenen Familie v. Usslar (vergl. hannövrische Gesetz-sammlung von 1825. Abtli. 1. pag. 31. No. 7. Ob diese Familie vonjener herstamme, ist nicht bestimmt nachzuweisen , da die Trennungjedenfalls sehr früh geschehen sein muss, und sie nicht das Wappender freiherrlichen Familie führt.
Das Wappen beschreibt v. Meding im adeligen Wappen-Band II.p, 135; eine Abbildung eines Siegels von 1465 ist in Harenb. bist,eccl. Gandersheimensis Tab. XXXV.
Genealogieen linden sich in Specht's Stammbaum und Geschlechts-register derer v. Uslar. Hildesheim 1636, 4. Theodor v. Steinmetz,Geschichte der Eichsfeldischen Ritterschalt. Göttingen 1701, Fol.