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Ueclitritz.
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U.
U c 1) e 1, die Herren von.
Der Rittmeister von der Armee U., früher Lieutenant im 6tenCiirassier-Regiment und ein Sohn des verstorbenen Amtraths U. zuParetz, wurde am 5. Febr. 1835 in den Adelstand erhoben. SeinWappen ist quadrirt, die Felder 1. und 4. sind schwarz und damas-cirt, 2. und 3. Silber und damascirt; das Ganze ist mit einem, vonder obern rechten zur untern linken Seite gelegten rothen, mit dreigoldenen Sternen besetzten Balken durchzogen. Auf dem gekröntenHelme wächst ein gerüsteter, das Schwert schwingender Arm. Deckenblau und Silber.
Ueclitritz, die Herren von, Bd. IV. S. 284.
Die zum Theil erst in der allerneuesten Zeit absichtlich erdich-teten Fabeln von der ursprünglichen Abstammung der Familie Uecli-tritz, bedürfen vor den Augen dessen, der in die Geschichte einiger-massen eingeweiht ist, keine Widerlegung. Es geniige daher, allediesfällige Erzählungen als unhaltbare Erdichtungen zu bezeichnen,namentlich die Angaben: 1) dass es drei verschiedene Geschlechterdieses Namens gebe ; 2) dass die Steinkircher Linie ursprünglichSteinkirch geheissen und den Namen Ueclitritz im löten Jahrhunderterst vorgesetzt habe; 3) dass sie an der Erbauung Lauban's Antheilgehabt; 4) dass die Schwertaner Linie aus dem Gefolge böhmischerHerzöge abstamme ; 5) dass ihr mit der Steinkircher die Obhut desQueis-Kreises und — horribile dictu —- eines heidnischen Götzen,F'lins, übertragen gewesen sei! (Einem Ritter der Schutz einesheidnischen Götzen!! Endlich die Behauptung van dalischer Ab-kunft ! — Für alle diese Märchen leistet auch nicht Eine histori-sche Angabe Gewähr, vielmehr stehen sie mit der Geschichte im of-fensten Widerspruche.
Deutsche Ritter Hessen sich in der Lausitz erst im Ilten Jahr-hundert nieder. Von wendischen Ritlern, oder von einem wendischenAdel, weiss unsere Geschichte nichts. Die deutschen Ritter, dieLehnsmänner des siegreichen deutschen Kaisers , und die Schutzmachtihrer Markgrafen, welche sich damals in der Ober-Lausitz festsetztenwaren nach aller Wahrscheinlichkeit meist aus den jetzt sächsischenLanden. Dies gilt auch von den Uechtritzen. Wir linden sie nochim Jahre 1304 in der Gegend von Weissenfeis. (Vergl. Urkunde dat.1304. XVI. Kai. April in Kreysig's Beiträgen zur sächs. Historie.)
Dort giebt es auch das Dorf Ueclitritz, welches bereits 1361 ur-kundlich vorkommt (Kreysig 1. c. III. p. 441) , und daher nicht erst,wie in Gauhe's Adels-Lexicon steht, im 15ten Jahrhundert erbautworden ist. Ein Timm v. U. wird 1348 in einer Urkunde des Klo-sters Gosseck, welches nur eine Stunde von dem Dorfe Ueclitritzentfernt liegt, aufgeführt. (Vergl. Schamelius Beschreibung des Kl.Gosseck, pag. 78.)
In der Ober-Lausitz und dem angrenzenden Schlesien treten dieUechtritze erst im I4ten Jahrhunderte auf. Man wird daher wohlnicht irren, wenn man annimmt, dass erst gegen die Mitte oder dasEnde des 13ten Jahrhunderts — vielleicht zur Zeit der Tartaren-schlacht — einzelne Glieder des sächsischen Stammes sich hier nie-derliessen.
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