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Ucclitritz.
Nacli Laiilianer Annalen, jedoch ohne gleichzeitige urkund-liche Bestätigung war in den Jahren 1301 und 1304 Johann v. U.auf Steinkirch Bürgermeister zu Lauhan. Es wohnten damals nochviele Bitter in den Städten, wo sie den ersten Bürgerstand bildeten(Hüllmann, Städtewesen des Mittelalters II. |>. 226), und es mangeltdaher dieser Nachricht nicht an innerer Wahrscheinlichkeit, wozu dieAehnlichkeit des Wappens der Stadt Lauban m t dein Uechtritz'schenverstärkend tritt.")
v Die ältesten Stammhäuser der Familie v. U. in dieser Gegendsind Steinkirch und unweit davon Schwerta, und es ist kein Grundvorhanden, anzunehmen, dass beide Hänser, welche Einen Namenund Ein Wappen führen, nicht auch zu Einem und demselbenGeschlechte gehören, wenn auch der Umstand, dass Steinkirch schle-sisch und Schwerta lausitzisch ist, den Unterschied einer schlesischenund lausitzischen Linie begründet hat. Die Präsumtion, welche ausGleichheit des Namens und Wappens für die Geschlechtsverwandtschaftüberall geltend gemacht wird, unterstützen sodann auch noch urkund-liche Beweise und die darauf gestützte Meinung unbefangenerGenealogen.
Aus Urkunden lausitzischer und schlesischer Archive bildet sichnun folgende Genealogie: Heinrich I. auf Schwerta und Steinkirch,verheirathet mit einer v. Uechtritz aus dem Hause Langenölsa, welche1357 starb und in Marklissa begraben liegt, welche Angabe sich aufChronik-Nachrichten gründet und auch von König in sein Adelslexiconaulgenommen worden ist. Er hatte nach diesen Zeugnissen einenSohn, Bernhard J., ebenfalls auf Steinkirch und Schwerta, welcher1357 vorkommt, und mit einer gebornen v. Gersdortf zwei Söhne:Bernhard II. und Hieronymus , zeugte, von welchen jener als Stifterder Steinkircher, dieser als Stifter der Schwertaer Linie angenommenwird. Bernhard II. wurde von der Herzogin Agnes zu Schweidnitz 13S7mit den Steinkircher Gütern belehnt. (Lehnsbrief im Archiv zu Lau-ban.) Seine Söhne waren Heinrich IL, Hans I. und Bernhard III.,welche mit denselben Gütern 1406 belehnt wurden. (Urkunde im vor-genannten Archiv.) Nickel, Hans II., Christoph und Bernhard, Ge-brüder v. U. auf Steinkirch, liessen die Lehnsprivilegien ihrer Elternim Jahre 1492 bestätigen und die Genealogie dieser Linie ist von daan ohne Dunkelheiten. Genannter Hans II. stiftete die Linie Holz-kirch in der Ober Lausitz, so wie sich die Steinkircher Linie über-haupt mit der Zeit in mehrere Zweige zersplitterte.
Die zweite llanptlinie, die Schwertaer, nimmt mit Hieronymusihren Anfang, dessen Nachkommenschaft bis zu Sebastian un 1 Nico-laus v. U. dunkel ist, von wo sie aber, obgleich bei dem Brande desSchlosses Schwerta (1527; die meisten Familienpapiere verbrannten,urkundlich zu erweisen ist Sebastian nnd Nickel schrieben sich noch1489 „auf Schwerta und Steinkirchen gesessen." (Urkunde über dieTheilung des Gutes Langenölsa im dasigen Archiv.)
Andere Documente für die Stammverwandtsckaft beider Häuser,des Steinkircher und Schwertaer, sind :
*) Der Umstand, dass die sächsische Linie auf dem Heline desWappens zwischen den Büffelhiirnern noch einen Schlüssel führt,ist ganz unbedeutend bei der Beurtheilnng der Stammverwandt-schaft. Das alte Wappen kennt nur das Schild mit seinen Insig-nien. Das Attribut des Helmes ist späteren Ursprunges und nurbei Beurtheilnng der Linien wichtig.