Druckschrift 
Suppl. 1 = 5 (1842)
Seite
357
Einzelbild herunterladen
 

Palland.

357

Das Geschlecht theilte sich früher in verschiedene Zweige, welchealle dasselbe Wappen führen und auf denselben Stamm zurückweisen.Unter dem deutschen Keichsadel war es vollgültig anerkannt und man(indet bei vielen Stammbäumen adeliger Familien weibliche Zweigedes Pal'andschen Gesch'echts.

Kin T ferner Freiherr v. 1*., Herr zu Bredenbend, Wildenburg,Bachem, Frechem und Weisweiler, erhielt 1407 vom Herzog vonLuxemburg die Herrschaft Keuland. Vermählt war er in erster Khemit Johanna v- Keiferscheid, ohne Kinder, in zweiter Khe mit AI-verta, lirbin zu Kngelsdorf, Asselborn, Kinsweiler und Maubach. Mitihr erhielt er wieder drei Herrschaften mit ansehnlichen Gütern undeine Nachkommenschaft von neun Kindern, mit welcher sich derHauptstamm in viele Aeste theilte. Die Hauptäste sind:

I. Palland zu Breldenbend und Borsennich.

Mit diesen Burgen im Herzogthum Jülich wurden in absteigenderLinie belehnt: Werver v, P. zu Breidenbend 1343. 1354. 1364. 1402.1479, J ferner , Amtmann zu Wassenbend 1522. Werver zu Buif 1541.Diederich 1557. Auion Heinrich, Freiherr, 1649. 1655. Ferdinand,Freiherr, 1671. Diederich Adolph, Freiherr, 1711. 1723. TheodorPhilipp Kurl, Freiherr, 1730. Theodor Kurl, Freiherr, 1744. 1651wurde der erwähnte Ferdinand v. P. zum jülichschen Landtage be-rufen, sein Sohn 1699, sein Hnkei 1727.

II. Palland zu Gladbach,

Mit Scldoss und Herrlichkeit Gladbach im Herzogthum Jülichwurden belehnt: Gerhard 1497, dessen Sohn Gerhard 1523. 1541.IFilhelm 1549 Johann 1596. Friedrich Wilhelm 1636. Marsilius,Freiherr, 1652. 1654. Marsilius Ferdinand Ipnaz, Freiherr, 1680.Marsilius Ferdinand, Freiherr, 1689. Adolph ll'ilheln i, Freiherr, 1711.1717- Johann Friedrich Adolph, Freiherr, 1723. Adolph IFilhelm V. P.zu Gladbach wurde 1714 zum Landtage berufen,

Iii. Palland zu Wildenburg und Witten u. s. w.

Mit Schloss und Herrlichkeit Wildenburg und den beiden HäusernKintzweiler wurden in absteigender Linie belehnt : Dietrich, Herr zuWildenburg u. s. w. 1441. 1447. Dessen minderjähriger Sohn 14S1.Florius, Herr zu Witten 1547. Johann v. P., Amtmann zu Wilhelm -stein, für sich und die nachgelassenen Kinder seines Oheims, auchseines Vetteis Marsilius, 1563. Haltard, Herr zu Dalenbroch 1572.Die Glieder dieses Familienzweiges erscheinen in den Stammbäumenv. Hatzfeld, v. Geldern, v. Syberg u. s. w.

XV Palland zu Horst und Issum,und

V. Palland zu Keppel.

Diese beiden Zweige belinden sioh im llerzogthume Cleve, so wiedie übrigen Nebenzweige P. zu Wachendorf, zu Dalenbroch, zu Noit-berg, zu Bachen, zu Griethausen u. a.

Auf Bitte des Johanniter-Ordens-Ilitters und Commandeurs, JohannJacob Freiherrn v. P., bestätigte und erneuerte Kaiser Leopold I.durch Diplom vom 12. Juli 1675 die Krhebung von 1316 der Palland-schen Familie in den Freiherrenstand.

Sämmtliclie Linien sind gegenwärtig erloschen bis auf die v. Wil-denburg und die v. Keppel.