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Gruben Grünrodt.

Gruben, die Freiherren u. Herren von, Bd.II. S.291.

(Ka tli ol i s c h e Linie.)

Rudolph v. G. ans der poinmerschen von uns beschriebenen Liniewurde im 17ten Jahrhundert katholisch. Er liess sich im Chnrfiirsten-thnin Cbln nieder, hier erwarb die Familie die Güter Schlinghovenund Altenweg, später erwarb auch der cliurcölnische Geh.-Ruth v G.Ipplendorf. Jynaz Friedrich Reichsfreiherr v. G. Er war Reichs-kammergerichts-Assessor, wurde am 8. März 1S05 vom Kaiser Franzin den Reichsfreiherrenstand erhoben. Später wurde er Minister desFürsten Primas in Aschaffenburg und nachher königl. bairischer Geh.-Rath und Bundestngs-Gesandter zu Frankfurt. Franz Heinrich v. G.auf Gelsdorf war königl. preuss. Landrath des Kreises Ahrweiler, spä-ter wurde er Regierungsrath des Fürsten v. Solms-ßraunsberg. InDüsseldorf lebt lynaz Wilhelm Marcellin v. G.

Das von uns aus Siebmacher genommene Wappen gehört einerausgestorbenen Familie dieses Namens an. Die Familie v. G., aus derwahrscheinlich die angeführten Glieder sind, führt im silbernen Feldeeinen schwarzen Kesselhaken und auf dem Helme einen kurz abge-hauenen Eichenstamm mit einem grünen Blatt an jeder Seite.

Grunewald, die Herren von.

Jacob Klinkebeil wurde am 3. Mai 1G61 mit dem Prädicat v. G.vom Kaiser Leopold geadelt. Er war am 1. April 1627 in dem Städt-chen Calies in der Neumark geboren, und starb als kaiserl. Rath,Hof- und Pfalzgraf, Salz-Amtshauptmann, Herr der Güter Biesen,Schmachtenheim u. s. w. am 8. März 1694. FJr hinterliess einen Sohn,Leopold Klinkebeil v. G., der mit Helene v. Schön nur eine Tochterhatte, die mit Wolf Heinrich v. Spiller, Herr auf Horschau und Spö-ritz, vermählt war. IM. s. Clemanns Leichenpredigt. Guben 1649.Hübners bist. Polit. VIII. Tli. S. 114. Gauhe II. Th. S. 382.

Grünrodt, die Herren von.

Das alte Geschlecht derer v. G., das auch unter dem Namen v.Grünrod, v. Grünroth und v. Grünrad oft in alten Urkunden vor-kommt, gehört Sachsen an. Der Kurfürst August belehnte am 7. Sept.1585 den Dietrich v. G. mit den Seifersdorfer Gütern. Sein UrenkelIlans der ältere auf Wiederoth im Baireullischen war des Markgrafenv. Brandenburg Kammerherr, und starb zu Lichtenberg im'Jahre 1626an der Pest. Sein Sohn Hans, geb. 1619, wurde nach Ungarn ge-schleppt, hier fand er einen ßescliiitzer in einem Vetter, der Oberst-lieutenant war, er verlor jedoch denselben bei dem Sturm auf Neu-heusel. Darauf wendete sich Ilans v. G. wieder nach Deutschland,und trat in die Dienste des Grafen v. Reuss-Greiz; er starb am 24.Juni 1690. Er hinterliess vier Söhne, von denen lScnjamin v. G. sichin Berlin niederliess, und im Jahre 175t daselbst starb. Von dem-selben lebte noch im Jahre 1760 ein Sohn, Benjamin v. G. SeinOheim, Geomj v G. auf Seifersdorf, war sächsischer Geh.-Rath undstarb am 17 Jan. 1746 kinderlos. Er schenkte mit Uebergehung sei-ner in Berlin lebenden Verwandten die Seifersdorfer Güter einemSchwestersohne, dem General v. Minkwitz. Die genannten Güter ka-men später an einen Zweig der Grafen v. Brühl, in dessen Händensie noch gegenwärtig sind. M. s. J. Kersfelds Beschreibung des adeli-