Belir.
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Der Erste dieses Namens, durch Urkunden vom Jahre 1197 er-wiesen, ist Eberlmrdt 11., der sich als Zeuge vom Pfalzgrafen Hein-rich beim Verkaufe eines Stück Landes au das Kloster Walkenriedunterzeichnete. Mushardt in seinem nobiiitates Bremenses p. 86 be-hauptet dagegen, jedoch ohne Anführung der Quellen, dass schon imJahre 1184 ein B. Heinrich dem Löwen gefolgt sei, als dieser, wiebekannt, Zuflucht in England suchte. Der ununterbrochene, durollUrkunden erwiesene Stammbaum, fangt aber erst mit einem J VertierB. au, der 1259 als Kitter zugegen war, als der Bischof Gerhardtv. Verden ein geborner Graf zu Hoya, der Stadt Verden ihr eignesHecht verlieh, woraus sich entnehmen liisst, dass er entweder in derGrafschaft Hoya oder im Bisthuine Verden muss besitzlich gewesensein. Während des braunschweig-liineburgschen Erbfolgekrieges, woder Kaiser Karl IV. im Jahre 1371 über den Herzog Magnus mit derKette die Keichsacht aussprach, traf auch ein gleiches Loos die Ge-brüder Ulrich und Werner B., indem sie als getreue Anhänger desLandesherrn sich mit ihm zugleich dem Unwillen des Kaisers aussetz-ten. Sie steckten damals ihre eigne Burg Twischensee — die viel-leicht an der Aller mag gestanden haben, da wo jetzt Rethem — inBrand, und überliessen sie dann dem mächtigen Feinde. Ulrich B.,der gegen das Jahr 1443 verstorben sein soll, hatte 2 Söhne, vondenen Heinrich mit einer von Wettberg vermählt, der Stammvater dersogenannten ältern Linie in Deutschland und Kurland , und Johannmit einer von Horn vermählt, der Stammvater der sogenannten Jün-gern in Deutschland, ward. Ein Enkel jenes Heinrich, Dietrich B.,dessen Frau Anna von Münchhausen gewesen, legte den ersten Grundzu der bedeutenden Ausbreitung seines Geschlechts in Kurland, indemer durch Streitigkeiten mit dem Erzbischofe Christopher von Bremensein Vaterland verliess, und im Jahre 1551 zu seinem Schwager Jo-hann v. Münchhausen, Bischof von Kurland, kam, der ihm nicht alleinzu Arensburg das Amt eines Stiftvoigts (advocati ecclesiae Oselensis)verlieh, sondern auch seinen ältesten Sohn Ulrich zum Coadjutor desStifts Kurland ernannte. Als Johann von Münchhausen seine sücula-lisirten Bisthiimer an Friedrich II. von Dänemark für dessen Bruderim Jahre 1559 verkaufte, ward Dietrich B. als königlicher Statthalterin dieselben eingesetzt. Um diese Zeit erwarb er auch , da er seineVerhältnisse im Auslande nicht aufgegeben, das lirbmarsChall-Amtvon Verden, für sich und seine Nachkommen. Ulrich B. aber, dersich als Coadjutor des Bischofs Johann der Abtretung des Stifts Kur-land an den Herzog Magnus von Holstein widersetzte, verglich sichmit diesem neuen Herrn von Kurland und Oesel dahin, dass ihm fürdie Entsagung der Coadjutorei „das Schloss Edwahlen nebst demHofe Schleck in Kurland erb- und eigenthiimlich eingeräumt wurden,"welches Schloss noch heutigen Tages der ältesten Linie der FamilieB. in Kurland gehört. Da Ulrich B. ohne Erben war, so trat erseinem jiingern Bruder Johann , mit Margarethe v. Grothuus vermähltschon im Jahre 1562 seine Güter in Kurland ab, und dieser Johannist als der nächste gemeinschaftliche Stammvater der ältern Linien inDeutschland und Kurland zu betrachten, indem erst durch seine bei-den Söhne diese beiden Linien ihren Anfang genommen haben. IiiFolge eines Familienvertrages de dato Edwahlen den 25. Novbr. 1608erhob er seine sämmtlichen in Deutschland wie in Kurland gelegenenGüter zu Sammt- und Stammgüter für den Mannsstamm, welchenVertrag nach seinem Tode seine Söhne nochmals anerkannten, undsich dann in das väterliche Erbe der Art theilten, dass Werner undFriedrich die Güter in Kurland, dagegen Dietrich und Johann die Gü-ter im Auslande erhielten. Nachdem Friedrich in Kurland ohne Nach-