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Bagge af Boo.
Gebein, aber es konnte den schwedischen Annalen nicht den Ruhmdes Bagge'schen Namens rauben, nicht den schwedischen Kriegernund Seeleuten das glänzende Muster seines Vorbildes. So lange diestolzen Felsen von Bornholm und die fruchtbaren Küsten von Oelandund Gothland sich im Meere wieder spiegeln werden, so lange wirdauch die unvergängliche Erinnerung an die glänzendste Periode derschwedischen Seemacht unter B. vor der bewundernden Nachweltstehen."
König Karl XIV. von Schweden hatte zum Gegenstande der Denk-münze, welche die königliche Akademie der Wissenschaften zu Stock-holm den 20. December 1S19 prägen liess , aus der Reihe der schwe-dischen Helden den Admiral Jitcob B. ausersehen. In Ermangelungeines Brustbildes zeigt die Rückseite dieser Denkmünze Jacob Bagge'sWappen mit umher geschriebenem Namen und Titel, die Vorderseiteaber eine Victoria, stehend auf einem mit Trophäen geschmücktenSchilfsschnabel, darüber die Worte: testis erit magnis virtutibus nnda(seiner grossen Thaten Zeuge bleibt das Meer), unter dem Schilfeliest man: ad Bornholmiam 1563. An dem Tage, wo Jacob B. zuEhren die Akademie der Wissenschaften ihre Sitzung hielt, hatte dergrösste lyrische Dichter Schwedens, der Doctor Franz Michael Fren-zen, eine Rede verfasst, die zum Gedächtnisse des gefeierten Heldenvorgelesen ward. So ehrte das dankbare Vaterland noch in den spä-testen Zeiten ein unsterbliches Verdienst. Die Kenntniss des Seewe-sens schien eben so sehr von dem Namen der B. unzertrennlich, alsin ihrer Familie erblich. Die schwedische Geschichte nennt nochBeugt B. und l'clir B., die sich als Befehlshaber der Flotten im Jahre1567 berühmt gemacht haben. Nicht weniger erwähnt sie eines -Be-nedict B., der sich als königlich schwedischer General-Gouverneur indem polnisch - schwedischen Kriege ums Jahr 1621 ausgezeichnet hat.Auch der Stamm des alten Helden Jacob B. trug Zweige, die seinernicht unwürdig waren. Mit Anna Swinhufwud hatte er zwei Söhne,Jobann und Jacob B. den Jüngern. Der Erste brachte es ums Jahr1613 bis zum Reichsadmiral, der Zweite ward 1577 Admiral, dann1598 königlicher Statthalter in Stockholm. Der einzige Sohn von Jo-hann B. und der Martha Soop, Erich B., wanderte nach Deutschlandaus, und wurde Stammvater der verschiedenen Linien in Sachsen,Lief- und Kurland. Jacob B. der Jüngere hatte nur Töchter, und soerlosch mit ihm das Geschlecht der Seehelden in Schweden. Schonzu der Zeit des altern Jacob B. gab es in Schweden verschiedeneZweige dieser normannischen Familie, wie z B. die Bagge af Bergaund die Bagge af Söderby. Thijrd Olofson B., der Vater des Adini-rals, war der Erste, der sich af Boo nach diesem im Finninge Kirch-spiel belegenem Gute schrieb.
Der aus Schweden ausgewanderte Erich B. af Boo, vermählt mitBritta Lind, hatte nur einen Sohn, der mit Dorothea von Vietinghoffdrei Söhne zeugte: Reinhold, Erich und Karl. Reinhohl trat in säch-sische Dienste, sein Nachkomme war der kursächsische GeneralmajorAugust Freiherr v. B., der nur mit Hinterlassung seiner Wittwe, einergebornen Heichsgräün v. Solms-Laubach - Sonnenwalde, Stern-Kreuz-Ordens - Dame, auf seinem Gute Markersdorf in Sachsen den 17. Sept.1800 verstarb. Erich liess sich in Liefland nieder, ohne aber seinGeschlecht fortzupflanzen, und Karl ward der Stifter der Linie inKurland , die noch bis auf den heutigen Tag dort blüht. Er erhieltdas Indigenat in diesem Lande im Jahre 1731 den 5. October undstiftete daselbst das Majorat Diensdorff. Vermählt war er mit Jacoheede Jennes de la inaison de Felin aus Lothringen, Hoffräulein derHerzogin Sophia Amalie von Kurland, die ihm zwei Söhne gebar, von