Druckschrift 
Suppl. 1 = 5 (1842)
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

Bagffc af Boo.

21

Einem der vier Feldobersten, die an der Spitze der schwedischen Ar-mee standen, undlegte im Verein mit B. den Grund zu der See-macht, durch die dem schwedischen Reiche ein so unsterblicher Ruhinerwuchs." In den Gewässern von Keval begann er die glänzende Laut-bahn seines kräftigen Seelebens. Erich XIV, schickte ihn im Jahre1562 als Unteradmiral mit einer Flotte dahin , um die vorüberfahren-den Handelsfahrzeuge der Hansestädte wegzunehmen. Hierauf wardihm im Jahre 1563 der ehrenvolle Auftrag, die Prinzessin von Hes-sen, die künftige Königin Schwedens, von Rostock abzuholen. Am12. Mai begegnete er auf dem Wege dahin der dänischen Flotte beiBornholm und ward von ihr angegriffen, die Sch'acht begann, undendete mit der gänzlichen Niederlage der Dänen. Jakob B. nahm denReichsmarschall Otto Klumpe und den Admiral Joachim Brockenhu-sen gelängen, erbeutete drei Kriegsschiffe, unter welchen auch dasAdmiralschilf warund machte sich zum Herrn der Ostsee." Seindankbarer König hielt ihm im Jahre 1563 einen Triumphzug in Stock-holm, der von (lein Hafen bis zum Schlosse dauerte. B. erschien da-bei mit einer grossen goldenen Kette geschmückt, von seinen tapfernSeehelden umgeben, gefolgt von seinen vornehmen Gefangenen, diemit entblössten Häuptern daher schreiten inussten. Zur dauerndenErinnerung an den denkwürdigen Tag von Bornholm vermehrte derKönig aber noch sein Wappen, und gab ihm als Anspielung auf diedrei erbeuteten Kriegsschiffe drei rothe Kartätschenkugeln im weissenFelde unterhalb des Bären (das Stammwappen der B.) und drei da-nische Kronsllaggen auf demselben, welches vermehrte Wappen dieAbkömmlinge jenes berühmten Seehelden noch heutigen Tages fijh-ren. Am II. November 1563 war Jakob B. nicht minder glücklichgegen die dänische Flotte unter dem berühmten Peter Skrain beiOeland. Er hatte nur 18 Schilfe, Skrain dagegen 33.

Nichts desto weniger blieb, nachdem der dänische Admiral FranzBilde gefallen und sein Admiralschilf in den Grund gebohrt wordender Kampf unentschieden. Am 31. Mai 1564 ging aber Jakob B., alsschwedischer Reichsudmira!, vielleicht in den blutigsten Kampf, derje die Wellen der Ostsee gerölhet hat. Eine Menge neuer Schilfeverstärkte seine Flotte; unter diesen befand sich der berühmt gewor-dene Mars, der in Calmar unter Bagge's eigner Leitung erbaut war,und der 200 aus Kupfer gegossene Kanonen führte. Das Riesenlialtes-ines Baues gab .ihm den BeinamenMakolös'' (ohne Gleichen) undliess ihn selbst nach seinem Untergange durch folgendes alte Distichonin Ehren halten:

Sic Magelosa perit flainmis et mergilur undis,

Suecica mirandae mulis et arlis opus.

Die dänische Flotle unter IJerloef Trolles und die Liibecksche un-ter Friedrich Knebeck, standen ihm in doppelter Uebermacht abermalsbei Oeland und Gothland gegenüber. Er hielt mehrere Tage im Ge-dränge der feindlichen Flotten aus, mit grenzenloser Tapferkeit undUmsicht schlug er die letzte der Schlachten dennoch blieben dieDänen Sieger, nachdem Jacob B. sich zuletzt nocli nur mit seinemAdmiralschille gegen die feindliche Flotte gehalten , ward auch diesesin Brand gesteckt, und Schwedens erster Held im Triumphe nachKopenhagen geführt. Die unerbittliche Rache, die der Natur der Na-tionalkriege eigen ist, fand auch zwischen Dänemark und Schwedenstatt. Alle nur denkbare Versuche Erich's XIV., seinen Admiral aus-zulösen, waren vergebens. Jacob B. ward als ein Unterthun von Dä-nemark behandelt, und verscholl zuletzt in den Tiefen des Kerkers;selbst das Jahr seines Todes blieb unbekannt.Dänemark behielt sein