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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Bagge af Boo.

Bagge af Boo # ), die Freiherren von.

Dieses edle normannische Geschlecht betrachtet Scandinavien alssein Vaterland, und hat im grauen Alterthume auf den dänischen In-seln seinen Ursprung geliaht Kiihn und unternehmend wie das Volk,aus welchem es entsprang, war es seihst nicht weniger vertraut mitden Stürmen des Meeres und mit dem Ruhme des Kampfes. Unterden freien Herren, die mit Wilhelm, dem Nonnann, England er-oberten, werden auch die ßagot genannt; sie führten ein ähnlichesWappen wie die Bagge af Berga in Schweden, und wurden der Stammder jetzigen englischen Pairs, der Barone Bagot von Blithfild in Staf-fordshire.

Die Bagge oder wie sie sich ehemals schriebenBaggr" blühtenfrüher in neun verschiedenen Linien mächtig und glänzend, in dennordischen Königreichen und zeichneten sich namentlich in Norwegenschon in altern Zeiten durch den Besitz der höchsten Reichsämteraus. Eric Baggr, der im Jahre 1227 erschlagen wurde, war Jarl ge-wesen. Sein Urenkel, Harald Sieverson B., wurde im Jahre 13SS nor-wegischer Reichsrath und auch dessen Enkel, Olaf Knulson B., be-kleidete diese Würde gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Letzterer warein Grossvater des später so berühmt gewordenen Admirals gleichenNamens.

Olofl' Bagge af Weelen, war einer der angesehensten Herrn desnorwegischen Reichs, der sich im Jahre 1567 zu den Häuptern derMissvergnügten zählte, die, unzufrieden mit der dänischen Regierung,die Krone Norwegens Erich XIV. von Schweden anboten. Thord Olaf-soll B. erschien als einer der Hauptleute Christian's IL, der im Jahie1522 die Sache des Tyrannen verliess, zur Fahne Gustav Wasa'sschwor, und als Schlosshauptmann zu Wiborg starb. Mit seiner Ge-mahlin, Ingeborg, aus dem alten Geschlechte der Swinhufwud, hatteer jenen Jacoh B. gezeugt,der den grossen Zeitaltern Gustav Wa-sa's und Erich's XIV. angehörend, als einer der grössten Männer undauf jeden Fall als der grösste Seeheld nach dem Zuge der Wickingerin der Geschichte Schwedens erglänzt." Kr war im Jahre 1499 zuHalland, einer schwedischen Provinz, geboren, und ergrilf nach demStockholmer Blutbade zugleich mit seinem Vater die Wallen für Schwe-dens Freiheit. Als die nordischen Monarchen im Jahre 1541 den14. September bei Bromsebro, der Grenze zwischen Smaland undBlekingen , persönlich zusammen trafen, erschien Jacoh B. schon alsUnteradmiral der Flotte, auf welcher Gustav Wasa dahin kam, undward mit dem besondern Vertrauen des Königs beehrt, das Schifr zuführen, auf welchem sich die beiden königlichen Prinzen, Erich undJohann, befanden. Zum Befehlshaber in dem Kriege gegen die Sma-land'schen Aufruhrer gewählt, war B. nicht weniger glücklich als imSiege über die damals schon mächtigen Russen , die Finnland erobernwollten;wobei nicht zu vergessen, dass jenes berühmt gewordeneMeerlager, in dem die schwedische Kriegsflotte überwinterte, und dasbei Helsingfors auf derselben Stelle errichtet ward, wo später Swea-borg als eine Schutzmauer für Finnland und als ein Zufluchtsort fürdie schwedische Seemacht sich erhob, einzig und allein den kraftvol-len und umsichtigen Anstalten, die Jacob Bagge traf, zuzuschreibenbleibt." Gustav Wasa ernannte ihn in diesem Feldzuge (1555) zu

Alle mit ehiem Anführungszeichen " bemerkte Stetten sind aus derRede in der Acaileniie der Wissenschaften zu Stockholm, gehalten zum Kh-rengedächlniss des Admiral Bagge af Boo, entlehnt.