Druckschrift 
Suppl. 1 = 5 (1842)
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

10 Assig u. Siegersdorf Allersberg.

Lieutenant Friedlich H'ilhehn oiler Heinrich Friedrich v. A., die sämmt-licli in der letzten Hälfte des vorigen Jahrliunderts oline männlicheKrben zu hinterlassen gestorben sind. Die v. A. führten im rothenSchilde drei weisse Lilien auf grünen Hügeln stehend, und auf demHelme fünf blühende weisse Lilien an grünen Stengeln.

Assig und Siegersdorf, die Freiherren,BtL I. S. 148.

König Friedricli TL hat die Nachkommen des in unserm Artikelerwähnten Andreas v. A. in den Freiherrenstand erhoben.

Audorf, die Herren von, Bd. I. S. 149 50.

Von Audorf oder Autorf ist der Name einer Familie, die aus demLüneburgischen stammt; ihr gehörten die in unserm Artikel aufge-führten Mitglieder an. llans v. A. war Senator zu Lüneburg.

Auerbach, die Herren von.

Aus diesem längst erloschenen adeligen Geschlechte sind zweiFräulein, Anna Dorothea und Atjncs Maria v. A., bekannt geworden;sie waren Conventualinnen des Stiftes Wolmirstädt. Die Letztere starbam 9. Oct. 173S als Oberin. Diese Familie führte ein gespaltenes sil-bernes Schild, dessen linke Hälfte mit fünf rothen Schrägbalken belegtwar. Auf dem Helme führten sie den Hals und Kopf einer Dogge.

Au er oc Iis, die Herren von.

Von dem aus Thüringen und aus der Grafschaft Henneberg stam-menden adeligen Geschlechte dieses Namens, von dem sich auchZweige Auerochsen von Opfershausen schrieben, war ein Ast, der mitdem deutschen Orden in die nördlichen Provinzen gezogen war, inOstpreussen begütert. Die Rittergüter Scharlack und Schatulak imTapiauer Kreise gehörten dieser Familie. Sie kamen später an dievon der Trenclt. Müller, Annal. Sax. S. 185. Gauhe, I. B. S. 35 u. s. f.Biedermann, R. W. Tab. 374.

Auersberg (perg), die Fürsten und Grafen von.

Dieses fürstliche Haus gehört seinen gegenwärtigen Besitzungennach dem österreichischen Kaiserstaate an, mittelbar aber in diesesAdelslexicon, weil es früher in Besitz der schlesischen llerzogthiimerMünsterberg und Frankenstein war, und weil von der gräflichen Linienoch in der Gegenwart ein Zweig bei Neustadt im schlesischen Re-gierungsbezirke Oppeln begütert ist, wo namentlich Schnellendorf einKigenthum des gräflichen Hauses ist. Iis gehört dieses Geschlecht zwden ältesten Deutschlands. Der gleichnamige Stammsitz liegt inSchwaben, ein zweiter in Krain. Die Geschlechtsreihe beginnt mitAdolph v. A., der um das Jahr 1060 lebte; seine Unkel kamen nachKrain und machten sich als tapfere Krieger in den Kämpfen mit denUngläubigen bekannt. Vom Kaiser Friedrich III. erhielt das Haus imJahre 1463 die Brbmarschallswürde von Krain und der WindischenMark. Im Jahre 1466 starb Engelhard v. A., dessen Söhne, Panhrnlzund Vollrad, die beiden noch heute blühenden Linien des Hausesstifteten, die sänimtlicli der katholischen Religion angehören. Im Jahre