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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
105
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Stern -Gwiazdowski. 105

wurde er am 14. Februar 1342 von dem Domcapitel zu Gnesen zumErzbischof erwählt und als solcher mit Genehmigung des Papstes Cle-mens VI. vom König Casimir bestätigt. Er verwaltete sein Amt 34 Jahrehindurch mit grosser Umsicht und ausserordentlicher Thäligkeit und zogsich, nachdem er last 100 Jahre alt geworden, von den Geschältenzurück, übergab sein Amt mit Genehmigung des Papstes Gregor sei-nem Schwestersohne, Johann Slrzeliec, genannt Suchomilk, zur einst-weiligen Verwaltung, ging in das Kloster Ledzk und von hier nach2 Jahren nach Kaiisch, woselbst er 1376 starb. Seine irdischen Ucber-reste wurden in Gnesen in einer von ihm selbst erbauten Kapelle bei-gesetzt.

Die Gwiazdowski's, mit dem P>cinamen ßogorya, sind mit dem vor-erwähnten Graten Nicoinns ßogorya, ihrem Oheim, gleichzeitig in derWoiwodschaft Kaiisch ansässig gewesen und waren, wie Paprocki sagt,berühmte und um die polnische Kitterschaft verdiente Männer.

lfaclaw G., welcher mit der Hcdwiga Milenska, aus dem HauseWizele oderSchachowieza, verheirathet war, hinterliess folgende Nach-kommenschaft: 1) Waelaiv, 2) Alexander, 3) Peter G. Der Letztere war1617 Canonicus von Posen und Krakau, Scholasticus von Gnesen undCustos von Plock.

Die zweite Linie dieser Familie machte sich in dem ehemaligenGrossherzogthum Litthauen ansässig und florirle hier vorzüglich im16. Jahrhundert, so lange sie der römisch-katholischen Religion zu-gethan blieb. Ein Mitglied dieser Familie war Erzbischof von Wilna,und ein anderes Kronmarschall von Litthauen. Diese Linie führt fol-gendes Wappen: ein ovales blaues Schild mit einem goldenen Yicrtel-monde, die Horner nach oben gekehrt, darüber ein seckseckiger gol-dener Stern; auf dem Helm eine mit Adlerllügeln versehene Kugel,worauf die Göttin des Glücks zwischen den Adlerllügeln stehend.

Die Güter Gwiazdowo in der Woiwodschaft ISrzesc gehörten die-ser Linie an. Sie nahm den unitarischen Glauben an und setzte sichdadurch grossen Verfolgungen aus. Der letzte Sprosse dieser Linie:Cajetna Sianislow G. wanderte darum mit Verlust des grössten Theilsseines Vermögens im Jahre 1669 nach Preussen aus. Ihm folgte seineFrau Teresza Leszczgnska, sein einziger Sohn Xaver Aloisiiis und meh-rere angesehene Familien, die der damalige Verfolgungsgeist des Papst-thums aus Polen und Litlhauen verbannte, nach Preussen. DieGwiazdowskische Familie liess sich in Berowen, Hauptamts Söhesten,im Litthauischen Departement nieder.

Der Xaver Aloisiiis G., alleiniger Erbe seines Vaters, heiratheteim Jahre 1702 aus einer ebenfalls eingewanderlen adeligen Familie dieClarissa Czudnochowska und zeugte mit ihr 2 Söhne, Johann Christianund Michael Carl. In einem Brande verlor er den grössten Theil desvon seinem Vater aus Polen geretteten Vermögensviele Documenteund sein Diplom; ein stählernes Petschaft mit dem vorbezeichnetenWappen der zweiten Linie G. wurde gerettet und befindet sich nochin den Händen der Familie. Seine Söhne kamen nach dein Todeihres Vaters im Jahre 1745 überein, sich anstatt: Gwiazdowski (Gwiazdader Stern) den deutschen Namen Stern beizulegen.

Der älteste von diesen Brüdern, Johann Christian S., war vieleJahre hindurch Amtsrath in Stradauen, litthauischen Departements, undstarb ohne Lcibescrhen. Der jüngere Bruder, Michael Carl S., warBesitzer des Gutes Malinowken bei Lyck. Er zeugte sechs Söhne undeine Tochter. Alle sollten dem geistlichen Stande gewidmet werden.Die Tochter heirathete den Prediger v. Gyzyki. Dieser Michael S.starb 1784 und hinterliess die oben erwähnten sechs Söhne, Namens:1) Johann Theodor, 2) Carl Michael, 3) Alberl Sigismund, 4) Göttlich,