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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
104
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104 Stolzer Stern - Gwiazdowski.

Stelzer, von.

Der Ober-Landesgerichts-Präsident und Rittergutsbesitzer S. zuHalberstadt ist bei der Huldigung in Berlin am 15. October 1840 in denAdelstand erhoben worden. Derselbe bat sich zum zweiten .Mal im Mo-nat April 1841 mit einer geb. Slelzer vermählt. (Geneal. Jahrb. lid. I.Abth. II. S. 119.)

Stern-Gwiazdowski, die Herren von.

Nach Familiendocumenten wurde uns Folgendes über dieses Ge-schlecht mitgetheilt;

Die Familie Gwiazdowski stammt von dem allen Geschlechtc der pol-nischen Grafen Bogorya ab, deren Adel schon vor dem Jahre 1069 iinKönigreiche Polen entstanden ist. Sie halte zwei Linien.

Die erste Linie, mit dem Beinamen Bogorya, führte folgendesWappen: ein rolhes Schild, in dessen Mitte zwei weisse zerbrochenePfeile so zusammengestellt sind, dass die Spitze des einen nach oben,die des andern nach unten gekehrt ist. Auf dem gekrönten Helme be-lindet sich ein Plan mit ausgebreitetem Schweife; im Schnabel, welcherder rechten Seile des Schildes zugekehrt ist, hält er einen gleichfallszerbrochenen Pfeil, mit der Spitze nach oben gekehrt. Auch findetman statt des Pfaues zuweilen den Helm mit drei bis fünf Pfauenfe-dern geschmückt. Alle Schriftsteller, sagt der Jesuit Nisiecki, sinddarüber einig, dass dieses Wappen in Polen bei folgender Gelegenheitentstanden ist: König Boleslaus der Kühne, welcher nur von 3000Mannseiner Cavalleric umgeben war, grill' das bei weitem grössere feindli-che Heer bei S'now an und schlug den Feind aufs Haupt. In diesemTreffen war es, wo unter andern einer der ersten Anführer, NamensMichael Bogorya, mit grossem Muthe auf den Feind einhauend und dieSeinigen zur Tapferkeit anfeuernd, mehrere Hieb - und Schusswundendavon trug. Den so verwundet von der Wahlstatt zurückkehrenden Bo-gorya erblickte Boleslaw, zog mit eigener königlicher Hand ihm zweizerbrochene Pfeile aus der Brust und gab ihm und seinen Nachfolgernals Belohnung und zum immerwährenden Andenken die zwei zerbro-chenen Pfeile in sein Wappen. Der Schriftsteller Dugoss sagt von denGrafen Bogorya, dass sie gewesen wären: humani et tractabiles. I'a-procki erwähnt in seinem Adels-Lexikon, im Jahre 1584 zu Krackauherausgegeben, dass unter den grossen und mächtigen Grafen Bogo-rya bei der Gründung von Klöstern und Kirchen gleich nach Einfüh-rung des christlichen Glaubens, vorzüglich der Graf Michael Bogoryaim Jahre 1069, verschiedene Privilegien erhielten. Man findet seinenNamen auch in den Privilegien des Klosters zum heiligen Kreuz (swietiKrzys) bei Sendomir und in Briefen im Kloster zu Trzesnesno, wo ihmgleichfalls der Grafentitel beigelegt wird. Nicolnus Bogorva, YVoy-wode von Sendomir und Castellan von Zawichowo, stand bei dem Kö-nige Casimir dem Gerechten in grosser Achtung und bei des KönigsSöhnen in nicht geringem Ansehen. Er schenkte nach den Schrift-stellern Michowita, Kromer, Paprocki, Niesicki etc. im Jahre 1185 unterder Regierung des genannten Königs dem Convente zu Miechowo unddem Kloster Pokrziwnik durch Verschreibung mehrere seiner Güter aufewige Zeilen und veranlasste durch dieses Beispiel seine Verwandtenzu einer ähnlichen Freigebigkeit. Jaroslaw Bogorya, der 28. Erz-bischof von Gnesen, war in seiner Jugend auf der Universität Bolognagebildet und sogar zum Itector dieser Akademie erwählt worden, wel-chem Amte er mit grossem Beifalle vorstand. Nach Niederlegung die-ses Amtes, Archidiakonus von Krakau und Canonicus von Gnesen,