Solir — Stein v. Kilchberg. 103
v. d. Armee, ein anderer ist Hauptmann v. d. Armee und Besitzerdes Gutes Lieben im Kreise Sternberg. Ferdinand v. S. hat sich nachSicilien gewendet und ein Handlungsbaus in Palermo errichtet. Nichtbekannt ist es uns, ob diese bei uns ansässige Familie mit der Oester-reich und namentlich Tyrol ungehörigen adeligen Familie S. v. Ehrn-liausen verwandt ist. Der Stammvater der letztem war der im Jahre1740 \on der Kaiserin Maria Theresia in den Adelstand erhobene Ver-pllegsvcrwalter zu Naudcrsdorf.
Sohr, die Herren von.
Diese Familie, welche unter Friedrich II. in den Adelstand erho-ben worden ist, gehört durch zwei Generationen dem Heere an, indem alle Zweige ausgezeichnete Dienste geleistet haben. Gegenwär-tig besteht dieselbe aus drei, so viel uns bekannt ist, kinderlosenBrüdern. Ihr Vater, der wahrscheinlich von dem grossen Könige inden Adelstand erhobene S., war Oberst der Artillerie in Berlin undmit einer v. Brest aus dem Hause Nennhausen im Havellande ver-mählt. Von den drei Söhnen stand Friedrich bis zum Jahre 1806 imHusaren-Regiment Göcking in Berlin. Im Befreiungskampfe führte erals Oberstlieutenant das 3. Husarenregiment, namentlich 1814 in denSchlachten von Laon und Paris und 1815 bei Belle-Alliancc und beiVersailles. Im Jahre 1817 ward derselbe als Oberst Director derReilanstalt und 1822 Brigade-Coinmandeur und Generalmajor, aus wel-cher Stellung er nach mehreren Jahren mit dem Charakter eines Ge-nerallieutenants ausschied. Ludwig stand im Jahre 1806 als Premier-lieutenant und Adjutant im Regiment von Winning. Später ging er zurCavallerie über, und 1815 ward er Commandeur des 7. Husaren-Regi-ments, später stieg er bis zum Generallieutenant und Commandeur derIV. Division, aber im Jahre 1842 trat er bald nach der Feier seines50jährigen Dienstjubiläum mit Pension in den Ruhestand. Der drilleder Brüder, August, stand 1806 ebenfalls im Regiment Winning undmachte als Rittmeister des brandenburgschen Husaren-Regiments dieFeldzüge 1813, 14 und 15 mit. Gegenwärtig lebt derselbe als Majora. I)., so wie seine älteren Brüder in Stargart in Pommern. Alle dreiBrüder haben das eiserne Kreuz erster Klasse.
Steffens, die Herren von.
Im Jahre 1842 sind der Regierungs- und Forstrath Wilhelm J<>httnn Joseph S. in Aachen und dessen beide Söhne Peter Alberl Augustund Gottfried Adolph M'ithelm in den preussischen Adelslaud erhobenworden.
Stein v. Kocliberg, die Freiherren von.
Diese Linie der Freiherren v. S. hat durch Adoption den Namendes sächsischen Geschlechtes von K. dem ihrigen beigefügt. CitriFreiherr S. v. K., ist königl. preussischer Geheimer Regierungsrathund vortragender Rath im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- undMedicinal-Angelegenheiten. Er ist mit der einzigen Tochter des ver-storbeneu Geheimen Ober-Justizraths Freiherrn von Allenstein, Nichteund Erbin des Staalsministcrs Freiherrn Stein von Altenstein, vermählt.