Rougrav.
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Rupert II., Stifter der Linie zu Neu - Boimeneburg, liinterliessvon Hedwig, Gräfin von Eherstein, fünf Söhne, als:
1) Eberhard, Propst zu Neuhausen, wurde zum Bischof zu Wormserwählt (gest. 1777).
2) Friedrich, Dompropst zu Worms, bestieg nach dem Tode seinesBruders den bischöflichen Stuhl zu Worms. Später wurde er nachdem Tode des Bischofs Heinrich von Leiningen zu Speier, voneinem Theile des Capitels zu seinem Nachfolger erwählt, resig-nirte aber zu Gunsten seines Vetters, Friedrich, Edlen Herrn vonBonlanden.
3) Gerhard, Propst zu St. Paul in Worms und zu St. Gereons zuSpeier, wurde, nach Schannat, zum Nachfolger seiner Brüder er-wählt, aber vom Papste nicht bestätigt.
4) Heinrich, kurpfälzischer Erbtruchsess und Erbvoigt zu Alsey, wardie unglückliche Ursache des Moides, den der Herzog Ludwigder Strenge von Baiern aus Eifersucht an seiner Gemahlin Mariavon Brabant, und an mehreren Personen seines Hofes, die er inVerdacht des Einverständnisses hielt, zum Theil sogar eigenhändigverübte. Nach einigen Schriftstellern starb der Kaugraf Heinrichauf Befehl des Herzogs einen gewaltsamen Tod (12öl), nach An-dern entfloh er, indem er ganz Deutschland durchzog und zurRache gegen den Mörder aufforderte.
5) Rupert II., der älteste der Brüder, pflanzte mit Elisabeth v. Ho-henfels diese Linie fort. Im Jahre 1216 wurde er in einer Fehdemit der Stadt Worms gefangen. Er starb am 11. Juni 1281, undliegt in der Klosterkirche zu Otterbach, welche die Begräbniss-kapelle der Kaugrafen von Alt- und Neu-Boimeneburg enthielt,worin man noch bis jetzt ihre Grabdenkmäler wahrnimmt, begraben.
Seine Söhne waren Rupert III., Heinrich III., Emicho IV. und Si-mon. — Rupert starb unverheirathet, Emicho starb als Bischof zu Worms1299, und Simon als Domsänger daselbst; nur Heinrich war mit Adel-heid, Gräfin v. Sayn, vermählt, welche ihm zwei Söhne, Gottfried undHeinrich IV., und eine Tochter, Judith, die Gemahlin von Heinrichvon Hohenfels, gebar. Heinrich IV. lebte mit seinem Vetter Heinrich I.zu Alt-Bauinburg und den IVildgrafen Johann und Harcard in bestän-diger Fehde, die erst spät gesühnt wurde. Er liinterliess einenSohn, Philipp I., welcher 1376 in den Bund mit Mainz, Trier undWorms trat, um seine Besitzungen gegen die beständigen Angriffe derrheinischen Grafen zu schirmen. Mit Agnes, Gräfin v. Leiningen,hatte er zwei Söhne, Philipp II. und Konrad, und zwei Töchter, Eli-sabeth und Agnes, erzeugt. Die Aelteste war an Nikolaus, Edlen Voigtzu Hunoldstein, welchem sie zur Mitgift die Herrschaft Neumagen zu-brachte, die Jüngste an den Dynast N. von Reipoldskirchen vermählt.Konrad starb als Domdechant zu Cöln und Chorbischof zu Trier (1412).Philipp II. war Fortpllanzer seines Geschlechts. Ob er sich gleichdurch seine Gemahlin, Anna v. Bolanden, die Enkelin von Wilhelm,Grafen von Alt-Bauinburg, und Erbin der einen Hälfte der Raugraf-schaft, in Besitz des Ganzen setzte, so sah er sich doch genöthigt, ei-nen grossen Theil davon zu veräussern. So verkaufte er das Schloss Alt-Baumburg, einen Theil der Stadt Annesheim, das Dorf Goldrainstein beiLandau, nebst einem Theil der Herrschaft Hohenfels an den PfalzgrafenRupiecht 13y4. In einem Vertrage, den er mit demselben abschloss,eröffnete er ihm die Schlösser Kockhausen, Imsweiler und Neu-Baum-burg, desgleichen auch dem Erzbischofe Adolph von Mainz. SeineSöhne Otto und Wilhelm verkauften an den Kurfürsten Ruprecht v. d.Pfalz das Schloss Rockhausen 1397. Otto führte eine so üble Wirt-schaft, dass er nach imd nach alle seine Schlösser und Herrschaften