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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
466
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Rougrav.

von der sich nur des adeligen Prädikats bedienenden Familie Röhl.Das Wappen ist ein schwarzer aufsteigender Bär mit Halsband imgoldenen Felde. Ueber dem mit der Freiherrnkrone geschmücktenHelme kommen 9 Straussfedern hervor.

Rougrav, die Grafen von.

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Ein altes Dynastengeschlecht von den Grafen des Nahgaues (derehemaligen Landgrafschaft zwischen Mainz und Trier) abstammend..Seine Besitzung, die sogenannte Baugrafschaft, lag zerstreut an denbeiden Ufern der Nahe , und bestand aus dem Schlosse Boimeneburg,jetzt noch eine stattliche Ruine unter dem Namen Alt Baumburg,dem Städtchen Neu Bauniburg und den Städten und Dörfern Simmern,Rockenhausen, Guntersweiler, Gerweiler, Katzenbach, Russweiler,Gerbach, Guntersheim, Omeisheim, Schweinsweiler, Flonheim, West-hofen, Mauchenheim, Weinheim, Vonsheim und Wildenstein. Ausserdiesem Complex die Schlösser, Stolzenberg, Ebernburg, Ruprechtseck,Imsweiler, Ruwenberg, Diemerstein und Lindelbron, Es besass auchdas Erbtruchsessenaint zu Alsey als ein kurpfälzisches Lehn.

Emicho I., Solln von Emicho, Grafen von Schmideburg (gest. 113Ö),nannte sich zuerst Graf von Boimeneburg, und kommt in einer nas-sauischen Urkunde v.J. 1158 vor. Von seinen Söhnen Emicho II. undConrad J., Grafen v. Boimeneburg, die in den Urkunden bei Gudenusund Günther in den Jahren llbO bis 12 IQ als Zeugen öfters erschei-nen, pflanzte ersterer sein Geschlecht mit zwei Söhnen, Gerhard undRupert, die zuerst den Namen Raugrafen (comes hirsuti) annahmen,in zwei Linien, zu Alt- und Neu-Boimeneburg (Baumburg, Horne-burg) fort. Gerhard unterschrieb sich in der Urkunde v. J. 1214, wieKaiser Friedrich II. ein Gut zu Oppenheim dem Kloster Rothen vonallen Abgaben befreite, Raugraf von Alt-Boineburg. Sein Sohn, Con-rad II., verglich sich 1252 mit seinen Vettern Conrad III. und Hein-rich , llaugrafen zu Neu-Baumburg, dahin, dass sie gegenseitig ihreLehnansprüche nach Aussterben einer Linie zu Gunsten der Töchter,aufhoben. Von Benedicta, Gräfin von Hohenburg, hinterliess er dreiTöchter, welche Klosterfrauen zu Syon waren, und drei Sühne, als:1) Johann, Domherr zu Mainz und Propst zu Aschalfenburg, 2) Con-rad IV. zu Alt-Baumburg, und 3) Geonj zu Stolzenberg. Die Liniedes Elstern erlosch mit Wilhelm II., welcher 1338 das Schloss Ehren-berg an den Grafen Walram von Spanheini verkaufte, da er mit sei-ner Gemahlin, Kunigunde, Grälin von Spanheim, keine Kinder hin-terliess (starb 1355), Seine Schwester, Eorclta, an Otto v. Bonlandenyerheirathet, war Erbin des Schlosses Alt-Baumburg nebst dem Antheilan der Ilaugrafschaft und dem Schlosse Nannstuhl. Georu, Herrzu Stolzenberg, besass die Veste und die Stadt Germersheim, desglei-chen auch als Allod das Schloss und die Stadt Alt-Simmern, welcheer dem Erzbischofe Balduin von Trier zu Lehn auftrug (1323). Da-für gab ihm der Erzbischof die Dörfer Nonnweiler, Noilzingen, Rei-zendahl, Burscheid, Gersfeld, Brutdorf, Ilolzbach und Zussil, nebstder Veste.

Seine Nachkommenschaft, die in der dritten Generation mit Hein-rich 1385 ausstarb, hatte nach und nach in dem fehdenreichen Zeitalterihre Besitzungen theils verpfändet, theils verkauft, so dass dessenSchwester Johanna, die Gemahlin Dietrichs, Edlen Herrn von Hohen-berg in Franken, Nichts erhielt, weil das Erbe schon verkauft warund das Lehn an Kurpfalz heimfiel,