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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Roell.

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Die y. R. führen im oben rothen, unten blauen Schilde einensilbernen Querbalken. Aus dein Kerne des adeligen Turnierhelmeswächst ein geharnischter Ritter mit rauhein Haupte (arme parlante).

Roell, die Freiherren von.

In der Kirche z.u Lünern, bei Unna in Westplialen, befindet sichum das Wappen dieser Familie nachstehende Umschrift:Anno 1656.26. May ist der WolEdel und Gestreng. Joan v. Röel zum DolbergChurf. Brandenb., der hochgräft. Exc. von Waldeck Wolbesttr. Obr.Leutenant zu Pferd, siil, in Gott entschlafen." Diess ist der nächstebekannte Ahnherr dieser Familie in Deutschland, welcher aus einemalten berühmten französischen Geschlechte entsprossen, im Jahre 1620aus Frankreich der reformirten Religion wegen einigrirte und zuerstin hessische, später (1642) in kurbrandenburgisclie Dienste trat, woer 1656 in der dreitägigen grossen Schlacht bei Warschau an derSeite des grossen Kurfürsten von einer Kugel getüdtet wurde.

Von diesem Fürsten war er wegen seiner geleisteten Diensteschon früher mit der Steuerfreiheit seines Gutes Wickebrock beliehenworden. Im Jahre 1649 erkaufte er das bei Unna gelegene RittergutDoelberg und bestimmte es zum dauernden Eigenthum seiner Familie,in welcher es bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts verblieb, wodasselbe mit Consens der Agnaten dismembrirt veräussert worden ist.Er war mit Guda Maria von dem Brincke vermählt. Sein ältesterSohn, Johann Jakob, blieb 1709 als Hauptmann in der Schlacht beiMalplaquet in den Niederlanden, nachdem er früher von dem KaiserLeopold I. in den deutschen Freiherrn-Stand erhoben worden war. Ei-ner seiner Söhne trat in österreichische, der andere in brandenburgi-sche Kriegsdienste. Der Jüngste, Hermann Alexander , wählte dengeistlichen Stand, starb als Doctor und Professor der Theologie undPhilosophie zu Utrecht und ist Stifter der holländischen Linie, zuwelcher der Präsident der holländischen Kammer, Baron v, Roell, ge-hörte, der erst vor Kurzem verstorben ist,

Ein Urenkel des in brandenburg. Dienste getretenen Joan v. Roellstarb 1757 in der Schlacht bei Prag und liegt im Kloster Margarethbei Prag begraben. Des Vorstehenden ältester Solln war der 1819 zuGuinbinnen verstorbene Oberstlieutenant und Oberbrigadier der litthauischen Gensdarmerie, Adelliard Rulemann, Freiherr v. Roell, wel-cher mehrere Jahre das Rittergut ICattern bei Breslau besass. Seinein letzterer Stadt wohnende Wittwe, Frau Friederike Luise, ge-borne von Hnduschy, ist Dame des preuss. Luisen-Ordens, Derenältester Sohn ist der Premierlieutenant a. I)., Ritter u. s. w., Frie-drich Wilhelm Adclliard Theodor Gtislav, Freiherr v. Roell zu Breslau,vermählt zu Cosel den I. Mai 1836 mit Fräulein Eugenie Marie Eleo-nore von Jeanneret, Baronesse von Beaufort. Der ihm in dieser Eheam 19. Februar 1837 zu Cosel geborne Sohn heisst Jean Louis Adel-hard. Er ist gegenwärtiger Vorstand dieser Linie und im Besitze derFamilienschriften, von denen der grössere Theil aber zu Fellendorf,einem Gute seines Grossoheims, des General Freiherrn v, Roell, ver-brannt ist. Diese Linie vertheilt auch alle drei Jahre durch ihrenVorstand ein Stipendium bei dem Gymnasium zu Hamm. Der Sohndes gedachten Generals war der vor einigen Jahren verstorbene Land-rath des trebnitzer Kreises, welchem früher Gross - Reichen gehörte.Siehe den Artikel Erlach.

Die Stellung der beiden Pünktchen über dem e kommt bereits inälteren Unterschriften vor, und bildet mit die äussere Unterscheidungv. Zedlitz Adels-Lex, IV. 30