Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
462
Einzelbild herunterladen
 

462

Pfannenbcrg

Ponrtales.

Pfannenbcrg, die Grafen 11. Herren von. B. IY. S. 29.

Das uralte Wappen der v. Pfannenbergschen Familie war einesilberne Fahne im schwarzen Felde, und aul' den Helmen ein Fuchsund ein Fuchskopf, zwischen beiden Helmen aber ein Kreuz. Jetztist das Wappen der Dreite nach gespalten, und es beiindet sich imobern Schilde die silberne Fahne in Schwarz, im untern goldenenFelde ein laufender rother Fuchs. Ueber dem gekrönten Helme zeigtsich ein goldenes Kreuz.

Pij>er, die Herren von.

Die gegenwärtig in den preuss. Staaten lebenden v. Piper leitenihre Abkunft von der grätlich v. Piperschen Familie in Schweden ab.Unter dem 20. Octbr. 173Ö wurde dem Geh. Rath Karl HeinrichChristian Piper von dem Könige Friedr. Willi. I. ein Diplom ertheilt,in welchem sein alter Adel mit !(j Ahnen und dem unten angegebe-nen Wappen erneuert oder bestätigt wurde. Der gedachte v. P. sollzuletzt Kabinets-Rath und Präsident der Oberrechnungskammer gewe-sen sein; er besass die Güter Sandow und Bergen bei Heppen in derNeumark und Weesendahl bei Beskow, auch mehrere Häuser in Ber-lin und hinterliess drei Söhne und eine Tochter; die letztere ver-mählte sich ausgestattet mit dem Gute Weesendahl an einen Herrnvon Rudolphi, den Vater des im Jahre 1837 verstorbenen Generallieu-tenant dieses Namens. Der älteste Sohn hatte die Güter Sandow undBergen erhalten, der jüngere aber erbte die Häuser in Berlin. Erwar Geli. Rath bei der Oberrechnungskammer, und hinterliess einenSohn, Wilhelm Heinrich Franz Rimbert , der als Rittmeister 1813 imTreffen bei Hagelsberg blieb. Seine Wittwe, Louise v. Beyer, lebtgegenwärtig zu Potsdam. Der oben erwähnte älteste Sohn des Geh.Kabinets-Ilaths v. P. hatte einen Sohn und eine Tochter. Die letzterestarb als vermählte General-Marschallin von Biberstein. Der Sohncommandirte in den letzten Feldzügen ein Bataillon Landwehr, undStarb 1815 zu Versailles an den Folgen einer Contusion, die er durcheine feindliche Kugel erhalten hatte. Von seinen Kindern lebenfolgende:

1) die verwittwete Oberstlieutenantin v. Trotha;

2) die Frau v. Tettenborn auf Reichenberg;

3) Karl Heinrich Adolph v. P., Kammergerichts-Assessor;

4) Wilhelm Hermann v. P., Kammergerichts-Assessor.

Die v. Piper führen ein quadrirtes Schild, im 1. silbernen Feldezeigt sich ein schwarzer Adler, im 2. rothen Felde eine französischeLilie, im 3. blauen Felde drei goldene Sterne, im 4. goldenen Feldeein silberner Greif. Auf dem gekrönten Helme ist zwischen einemschwarzen Adlerlluge ein schwebender Stern angebracht.

Pourtales, die Grafen n. Herren von. Bd.IV. S.50.

Diese adelige Familie stammt aus der Provinz Languedoc inFrankreich, wo sie seit Jahrhunderten schon in hohem Ansehen stand.Ein Zweig derselben begab sich nach Spanien, schreibt sich daselbstPortales und gelangte dort zu hohen Würden. Sie führte auch denMarquis-Titel. Der letzte Marquis Portales starb 1792 zu Montpellier.Zur Zeit der Religionsbedriickungen, und namentlich nach dem Wi-