Oldershausen.
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ter Löwen, Ellinger, Besserer, Rötha, Krafft, Neithart, Strölin, Lie-ber, Rehmen, Umgelter, Gunzburger, Stammler, Scliaden, Schemayr,Gössler, Reyhing und Baldinger erhob Kaiser Karl V. am 29. Octbr.1552 zu edel, rittermässig, turnierfähigen Lehns- und Wappens-Ge-nossen. Diese Urkunde steht unter andern S. 185 —192 in MichaelPrauns Beschreibung der adeligen und ehrbaren Geschlechter in denvornehmsten Reichsstädten. Ulm, 16(57. 4. Das Neidhardsche Schildbefindet sich in Speners Theoria Insign., in der 7. Reihe der 16.Kupfertafel und ist Seite 261 folgendermassen erläutert: Ruta notahabetur hominis integri et qui versutiis atque serpentinis moribus sitinimicus. Gestat trifolium nigrum monticulo tricolli ejusdem colorisinsistens in parma argentea Neidhart. Ex coronata galea complicatumjugum alaruin cum symbolo scutario.
Die früheren in Schlesien befindlichen Grafen von Neydhardt, vondenen einer Ober-Amtsrath war, scheinen erloschen zu sein. Dieschwäbische Linie dagegen existirt noch, und zu ihr ist namentlich zurechnen der homöopathische Arzt Karl George Friedrich Neidhard zuLeipzig, Redacteur des amerikanischen Magazins und Verfasser meh-rerer Aufsätze in dem Journal ,, das Ausland. " Er hat sich gegen-wärtig auf längere Zeit nach Nordamerika begeben, wo er schonfrüher fast 10 Jahre anwesend war. Sein Stiefvater ist der nordame-rikanische Generalconsul Fr. List in Leipzig. Dem ehemaligen Com-mandern- eines Infanteriecorps, Generallieutenant und Generaladjutantv. Neidhardt verlieh der Kaiser von Russland Nikolaus I. im Januar1836 die in der Wojewodschaft Masovien belegenen Güter Baldrzy-chow und Prawenczyce mit den dazu gehörigen Vorwerken, Dörfernund andern Nutzungen und Pertinenzien zu 20,000 Fl. reiner jähr-licher Einkünfte, erb- und eigenthiimlich auf ewige Zeiten.
Ueber die Neidhard'sche Familie im Allgemeinen ist nachzusehenGauhe, Ausgabe von 1719, Seite 1098; v. Hellbach, Bd. 2, S. 161und 168. Ueber den verewigten preuss. Feldmarschall Grafen N. vonGneisenau aber das v. Reisewitz'sche preuss. Adelsarchiv, Berlin, 1824,wo in der 10. Lieferung das bunt, aber wahrscheinlich rücksichtlichdes Herzschildes falsch ausgemalte Wappen desselben befindlich undSeite 6 und 25 in der ausserordentlichen Beilage zur 14. Lieferung,und preuss. Militairwochenblatt vom 5. März 1K36, nach welchem letz-teren , immer mit Quellen versehenem, Aufsatze der FeldmarschallAugust Wilhelm Anton Neidhardt, Graf v. Gneisenau, den 28. Octbr.1700 zu Schildau in Sachsen geboren ist.
Oldershausen, die Freiherren von,
Sie besitzen im Regierungsbezirke Erfurt die combinirten GüterGebesee u. s. w. Dieses uralte freiherrliche Geschlecht, das auch ineiner jetzt erloschenen grällichen Linie blühte, hat früher v. Wester-hofen geheissen. Der erste Oldershausen war Heinrich der Lange,geb. 999. Diese Familie besitzt das Erbmarschallamt im HerzogthumeBraunschweig und Grubenhagen. — Georg Friedrich August v. O. istjetzt Erblandmarschall des Fürstenthums Grubenhagen und Cantordes Domcapitels zu Naumburg, und Karl Friedrich August v. O. istkönigl. baierscher Kammerherr und Capitular zu Naumburg.
Diese Familie führt ein quadrirtes Schild. Die Felder 1 und 4sind roth, die Felder 2 und 3 silbern. In den rothen Feldern stehenzwei Reihen goldener Vollmonde, jede zu drei; auf dein Helme abersind zwei weiss und roth geviertete Adlerliiigel, die rothen Feldermit den Monden belegt. Die Decken roth und silbern.