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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
459
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Loefeii.

45'J

Lehnsbrief darüber ausfertigen, mittelst dessen Scldoss und HofinarkHeiinliof, sammt der Voigtei, Aeckern u. s. w. daselbst ihm zum rech-ten Lehen geliehen wurden.

Ein anderes Gut, Eschershofen, eben daselbst gelegen, hatte Dr.Loefenius schon im Jahre 1798 vom Rathe der Stadt Neumarkt ansich gekauft.

Als Söhne des Dr. Loefenius werden im Geschlechtsregister (dasübrigens nicht ganz vollständig vorhanden ist) Ludwig, Friedrich, HansMichael und Olto genannt, von denen die ersten Beiden ohne Kin-der starben.

Im 30jährigen Kriege, dessen unglücklicher Einfluss auf das Schick-sal Friedrich V. bekannt genug ist, wurden 1640 die v. LoefeschenGüter von Kurbaiern eingezogen und den Jesuiten geschenkt, diesolche bis 10b0 auch wirklich besassen, bis sie dem Olto v. L. durchden osnabrückschen Friedensschluss wieder restituirt wurden. NachVerlauf von vier Jahren musste er, weil Kurbaiern Alle, die nicht ka-tholisch werden wollten, aus dem Lande schaffen liess, diese Güterwieder verlassen und aus dem Lande ziehen. Er fand Schutz undAufnahme in Kurbrandenburg, und noch jetzt leben verschiedene sei-ner Nachkommen in den preussischen Staaten.

Von seinen Söhnen haben sich (ob mit Annahme der katholi-schen Religion, wird nicht gesagt) Olto, Ludwig und Wolf Wilhelmin kurpfälzische Dienste begeben; dem Letztern wurde das Ober-amt Neustadt an der Hardt anvertraut, welches er aber, nachdem erihm acht Jahre vorgestanden, in den französischen Unruhen nebst demLande verlassen muss'te.

Der dritte Solin OtUfs v. L., Johann Martin, oder dessen Söhne,scheinen die kathol. Religion angenommen zu haben. Otto v. L. besassauch das Gut Römstedt, welches aber 1717 an den Forstmeister Giil-denkopf verkauft wurde.

Die männliche Linie der baierschen v. L. starb mit Johann JahobNepomulc v. L. den 17. April 1801 aus, und seitdem befinden sich diepreussischen v. L. in dem alleinigen Besitze des Mannlehngutes Heim-hof. Den Besitz von Eschershofen theilen sie mit den weiblichenNachkommen der baierschen Linie.

Im preuss. Heere dienen jetzt von den Söhnen des am 9. März1811 zu Saalhorn verstorbenen Heinrich Ludwig v. Loefen:

1) Ludwig v. L., Capitain im 7. Landwehrregimente.

2) Karl v. L., Major im 37. Infanterieregimente.

3) Heinrich v. L., l'rem.-Lieutenant, im 26. Infanterieregimente.

Ferner Wilhelm v. L., See. Lieutenant im 31. Infanterieregimente,

einziger Sohn des vor mehreren Jahren zu Rügenwalde verstorbenenCapitains Samuel Otto v. Loefen.

Den preussischen v. Loefen ist von ihrem Lehnsherrn, Sr. Maj.dem jetzigen Könige von Baiern, das Indigenat, mit der Erlaubniss, imdiesseitigen Militärdienste zu verbleiben, ertheilt worden.

Nach dem Adelsdiplom besteht das Wappen der Familie v. L. ineinem weissen oder silberfarbenen Schilde, welches Überzwerg in derMitte einen ziemlich breiten blauen oder lasurfarbenen Balken hat,darin drei weisse oder silberfarbene" Spitzwecken aufrecht (im Adels-briefe steht aufrichtig) neben einander stehen, sodann steht auf demSchilde ein eisenfarbener offener Turnierhelm mit umfliegender, aus-wendig blauer und inwendig weisser oder silberfarbener Hehndeckemit aufgesetztem, von gedachten beiden Farben gewundenem Bauschgeziert, aus welchem zwei hintereinander aufrechtstehende und aus-geschwungene, weisse oder silberfarbene Flügel erscheinen, mit einem