Kleist.
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wurde. — Joachim Erdmann v. K., Commandern eines Grenadierba-taillons, wurde tödtlicli verwundet aus der Schlacht von Kesselsdorfgetragen. — Georg Friedrich v. K., Generalmajor, wurde bei Collinschwer verwundet. — Friedrich Wilhelm Gottfried Arndt v. K., Chefeines Husarenregiments, gehörte zu den vom Feinde am meisten ge-fluchteten Führern der preuss, leichten Truppen; er starb den 2. Au-gust 1767 zu Jlischkendorf bei Liegnitz im Cantonirungsquartiere, erst42 Jahr alt. Sieben andere v. K. dienten in früherer und spätererZeit, mit dem Hange eines Generals bekleidet, in der Armee, wie nochgegenwärtig der Generallieutenant Rachel v. IC. zu Stargard, ein wür-diger Enkel des tapfern, oben erwähnten Franz Ulrich v. K.
Der schon oben gedachte Fr. Ifeinr. Ferd. Emil v. K. war am 9.April 1769 in Berlin geboren. Nach einer vortrefflichen Erziehungwandte er zuerst seine Talente im Generalquartiermeisterstabe au. Inden ersten beiden Feldziigen am Rhein war er dem Fürsten v. Ho-henlohe zugetheilt, dann wurde er Adjutant des General v. Möllen-dorf, später Commandeur eines Grenadierbataillons und 1803 als Oberstvoltragender Generaladjutant Sr. Majestät. In dieser wichtigen An-stellung blieb er bis zum Jahre 1807. Ein Jahr später erhielt er alsGeneralmajor das Commando der niederschlesischen Brigade, und 1812eine Anstellung in dem gegen Russland marschirenden preussischenHülfscorps. Der Antheil, den der unterdessen zum Generallieutenanternannte Feldherr an dem Befreiungskampfe nahm, ist zu bekannt,als dass er hier in allen Einzelheiten erwähnt zu werden brauchte.Im Jahre 1813 sind die Tage der Gefechte vor Halle und Wittenberg,und die Schlacht bei Bautzen, später der durch seine Ankunft herbei-geführte Sieg bei Culm und die Schlacht bei Leipzig, 18i4 aber seinAntheil an den Treffen bei Champ-Aubert und Laon glänzend in dieGeschichte jener Zeit eingezeichnet. Ein merkwürdiger Zeitpunkt ausdem Leben dieses hochverehrten Mannes bleiben die Tage, an wel-chen er als preuss. Bevollmächtigter den Waffenstillstand abscldoss.Nach der Schlacht von Culm erhielt der General v. Kleist aus derHand seines Monarchen den schwarzen Adlerorden, und die Erinne-rung an jenen Sieg ward 1814 durch den Namen Kleist v. Nollendorfund die Erhebung in den Grafenstand in seiner Familie verewigt.Auch verlieh ihm Se. Maj. der König die Domaine Stötterlingenburgbei Halberstadt als Dotation. Nach dem zweiten pariser Friedenerhielt der Giaf Kleist v. Nollendorf das General-Commando im Her-zogthum Sachsen, er behielt dasselbe bis zum Jahre 1820, wo ihnseine Gesundheit nöthigte, dem Dienste zu entsagen. Bei dieser Ge-legenheit schmückte ihn Se. Maj. mit der Feldinarschallswürde. ImJahre 1823 wurde er in den Staatsrath berufen, bald darauf aberschied er nach kurzem Krankenlager aus einem mit Ruhm erfülltenLeben. Er war ein Mann von ffeckenloser Reinheit, voll Güte, Mildeund Wohlthätigkeit. Seine irdischen Ueberreste ruhen in der Garni-sonkirche zu Berlin. Die Wittwe des berühmten Verstorbenen, geb.v. Retzow, lebt in Halberstadt. Kinder aus dieser Ehe sind: Derkönigl. Landrath Graf Kleist v. Nollendorf, vermählt mit einer vonGutstädt, und die Gemahlin des Oberstlieutenants v. Laviere zu Char-lottenburg. M. s. Pantheon d. preuss. Heeres, Bd. 1. S. 226 u. f.
Die v. Kleist führen im silbernen, mit Gold eingefassteit Schildezwischen einein rothen Querbalken zwei laufende rothe Füchse, undauf dein Helme drei rothe Rosen, auf deren jeder ein Knebelspiessmit seiner Spitze gerichtet ist, die Decken sind roth und silbern.
Die Grafen K. v. Nollendorf führen im silbernen Herzschilde einenrothen Balken , über und unter demselben aber einen laufenden Fuchs.Das Hauptschild ist quadrirt. Im 1. und 4. silbernen Felde steht der