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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
453
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Giideckc Geyr zu Sckweppenburg. 453

Gädccke, die Herren von.

Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 14. Juni den Haupt-mann des grällich Lottumschen Dragonerregiments Herrn v. Gädeckein Anerkennung seiner geleisteten vorzüglichen Dienste mit allen sei-nen Nachkommen in den Adelstand, und da es aus höchsteigener Be-wegung geschah, mit Befreiung aller Gebühren und Stempelkosten.M. s. Berk Zeitung Jahrg. 1787. 71. Stück. Der gedachte v. G. warmit einer v. Kngelbrecht vermählt und hinterliess fünf Söhne. Vonihnen starb Philipp als Offizier im Jahre 1799. Hans stand im Regi-mente v. Zastrow, wurde im Jahre 1793 vor Mainz verwundet, nahm1804 als Capitain seinen Abschied, und wohnte auf seinem Gute Blu-menthal bei Neisse, bis ihn der Befreiungskampf von Neuem zu denWaffen rief. Er fand im Laufe desselben , und zwar in der Schlachtbei Möckern als Major und Commandern' eines Landwehrbataillons denTod auf dem Bette der Khre. Er war mit einem Fräulein v. Rotten-berg vermählt. Aus dieser Ehe leben zwei Söline, von denen der äl-tere als Otlizier im stehenden Heere, der jüngere aber bei der Land-wehr dient. Friedrich, der dritte der Söhne, ist der königl. General-major v. d. A., Ritter hoher Orden, namentlich auch des eisernenKreuzes 1. Classe, erworben 181.0 bei AVavre. Er war zuletzt Oberstund Commandeur des 20. Landwehrregiments, und trat in Jahre 1832in Folge ehrenvoller Wunden als Generalmajor mit Pension in den Ru-hestand. Christian, der vierte der Söhne, lebt auf seinem Gute Klo-ckow bei Polzin in Pommern, ist mit einem Fräulein v. Meseritz ver-heirathet, hat einen Sohn, der früher als Offizier beim 14. Infanterie-regimente diente und jetzt zum cösliner Landwehrbataillon gehört.Der fünfte Sohn, (ieortje, stand ebenfalls im Regimente v. Zastrow,und starb 1807.

Die Herren v. G. führen, nach einem vor uns liegenden Abdruckihres Wappens, ein durch einen Faden von der obern Linken zur un-tern Rechten schwarz und silbernes Schild. In dem schwarzen Feldezeigt sich der Vordertheil eines Löwen, in dem silbernen Felde abersind drei rothe Balken angebracht. Auf dem adeligen Turnierhelmesind drei wehende Fahnen oder Estandarten angebracht.

Geyr zu Schweppenburg, die Freiherren von.

Dieses vornehme, ursprünglich Westphalen und den Rheinprovin-zen angehörige Geschlecht führte zuerst den Namen Gir, später Geyrv. Warburg, und seit der Erhebung in den Reichsfreiherrnstand, die indem Jahre 1083 erfolgte, Geyr zu Schweppenburg. Schon unter Karldem Grossen zeichneten sich Vorfahren dieses Hauses als tapfere Krie-ger aus. An Urkunden, die in dem Familienarchive zu Müddersheimautbewahrt sind, findet man namentlich Lehnbriefe vom Jahre 13601301, wo Johannes a Gir von der Familie Pappenheim Güter erlangte.Mit diesem Johann a Gir beginnt die ordentliche, bis in die gegen-wärtige Zeit ununterbrochene Stammreihe des Geschlechtes, das ge-genwärtig aus der ältern Linie und aus der zweiten oder jüngern Li-nie besteht. Die ältere zerfällt wieder in zwei Aeste. Im Jahre 1837lebten im Ganzen 19 männliche und 18 weibliche Mitglieder der Fa-milie. Das Haupt der ältern Linie ist Franz Peter, Freiherr Geyr-Schweppenburg, er ist mit Henriette, Gräfin Wickenburg-Capellini,vermählt. Ein Bruder desselben, Karl Theodor, Freiherr v. G.-S.,