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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Grabow Grocbcn.

vermählt mit Blanche, Freiin v. Knesebeck, steht als Premier-Lieu-tenant im künigl. Garde- Husarenregimente zu Potsdam.

Die Familiengiiter dieses Hauses bestehen aus den Schlössern undRittersitzen Lathum, Arift, Uersfeld, Schweppenburg, Rath, Müd-dersheim, das Familien-Fideicommiss Odenkirchen u. s. w.

Verschiedene uns vorliegende, sehr interessante Nachrichten, dieseFamilie betreffend, müssen wir uns des beschränkten Raumes wegenfür eine Folge dieses Werkes aufbewahren. Die Freiherrn v. G. füh-ren im goldenen Schilde und auf dem goldenen Helme einen Geierkopf.

Grabow, die Freiherren von.

Der erwähnte jetzt lebende Major, Postmeister und Ritter Frei-herr v. Grabow gehört zu den ausgezeichneten Männern, die Blut undVermögen daran setzten, als es darauf ankam, das Vaterland von derSchmach zu befreien, welche die Franzosen im Jahre 180G über das-selbe brachten. Gleich nach dem Tilsiter Frieden trat er mit mehre-ren der wärmsten Anhänger des Königs und des Vaterlandes in Ver-bindung. Fr bezweckte in Gemeinschaft mit dem tapfern Schill, dieFestung Magdeburg wo möglich durch einen Handstreich wieder inpreussische Hände zu bringen. Dieser Plan scheiterte in dem un-glücklichen Gefechte bei Burg, wo die brave Schaar vor einer zehn-mal überlegenen Macht von Holländern und Franzosen weichen mniste.Ks wurde damals von den Franzosen ein Preis auf den Kopf desFreiherrn v. G. gesetzt. Er trat desshalb in österr. Dienste und wohnteals Oflizier eines Jägerbataillons mit grosser Auszeichnung den ver-schiedenen Schlachten und Gefechten des Feldzuges von 1809 bei;namentlich erwähnte seiner sehr rühmlich eine Relation der Erobe-rung der Donauschanzen bei Linz. Im Jahre 1S12, als der Kampfum die Weltherrschaft zwischen Frankreich und llussland begann, trater, um von Neuem der guten Sache seine Kräfte zu weihen, in rus-sische Dienste. Angestellt in der deutschen Legion, erwarb er sichneben mehrfachen öffentlichen Belobungen verschiedene Orden undEhrenzeichen. Im Jahre 1814 kehrte er in die Dienste seines Vater-landes zurück, und wurde bei der Organisation der rheinischen Land-wehr in Trier verwendet. In einem Bataillon derselben stand er imJahre 1815 als Hauptmann vor Givel und Charlemont. Im Jahre1812 trat er in Folge seiner durch Wunden und Anstrengungen in denFeldziigen zerrütteten Gesundheit aus dem activen Dienste, späterwurde ihm ein Postamt verliehen. Ans seiner Ehe mit der Gräiinv. Cliazot leben vier Söhne und eine Tochter:

1) Guido, geb. den 16. Mai 1818.

2) Reinhardt, geb. den 17. Septbr. 1819.

3) Armin, geb. den 3. Septbr. 1823.

4) Louis, geb. den 9. August 1824.

b) Valcshi, geb. den 31. März 1821.

Groeben, die Grafen und Freiherren von der.

Während der von uns abgefasste und nach den sichersten Quellenergänzte und berichtigte Aufsatz, welcher dieses berühmte, uralte, vor-nehme Haus betrifft, noch nicht wieder in unsere Hände zurückge-langt ist, geben wir hier nur die uns mitgetheilte biographische Skizzeeines verehrten Mitgliedes dieses Geschlechts. Den Aufsatz selbstmüssen wir für die nächste Folge des Adelslexicon aufbewahren.