Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
448
Einzelbild herunterladen
 

448

Eitz -Riibcnacli.

dessen Gemahlin Ehjin , im J. 1407 nochmals die vornedachte Lampemit dem Unterpfand der Renten zu Kern. Johann hatte keine Söhne,nur die beiden obgedachten Töchter. Erzbischof Werner von Triersicherte daher ihm im J. 1394 zu, dass seine Töchter und Töchter-männer nach seinem Tode ihm in den trierischen Lehen nachfolgenwürden. Mit Johann starb der Ast der Herrn von Eitz gelben-wens mit den Bii (felshörnern aus, und im J. 1410 besassen blos Ri-chard mit dem gelben Löwen, und Lanzellot mit dem weissen Löwendie Bing Eitz.

In einer Urkunde vom J. 1157 trifft man einen Rudolph von Eitzan, bei Hontheim bist. trev. dipl. tom. 1. p. 579. Man kann jedochweder seine Vorfahren, noch seine Nachkommenschaft zuversichtlichangeben. Aber seit dem J. 1210 trifft man Herren von Eitz in Urkun-den an, an die man von den heutigen Zeiten an die Herren von Eitz,wenigstens jene mit dem weissen Löwen, ununterbrochen anreihen kann.Ein Zeitraum von 600 Jahren.

a) Die beiden Brüder Johann und Peter (de Eylce) waren im J.1210 bei der Stiftung und Erbauung der Kapelle auf dem Oberwerthdurch die Herren von lielfenstein gegenwärtig. Beide kommen auchim J. 1223 als Brüder im Vergleiche zwischen den Brüdern Wilhelmund Ludwig von Helfenstein vor. Peter hatte einen geistlichen Solln,Elias, und dieser nannte im J. 1253 in seinem Testamente einen sei-ner Oheime ebenfalls Elias. Dieser war folglich ein Bruder des Jo-hann und Peter. Auch Johann kommt schon allein im J. 1210 in einerLaacher Urkunde vor.

b) In einer Urkunde des Stiftes zu Carden erscheinen im J. 1259als Sühne Peters von Eitz die drei Brüder Elias, Wilhelm und Thco-doricus. Wilhelm trug im J. 1268 sein Dritttheil am Schlosse Eitz mitBewilligung seines Bruders Theodorich und dessen Kindern dem Gra-fen von Jülich als Lehen auf. (Kremer, Beiträge zur jülich und ber-gischen Geschichte, 3. Tb. Urkunde X 104.) Es bestanden folglich da-mals schon die oben berührten drei Aeste der Herren von Eitz, derenjeder ein Dritttheil am Schlosse Eitz hatte. Inzwischen war und bliebdieses Schloss nie jüliclisches Lehen, sondern war immer Reichslehn,bis Kaiser Karl IV. dem trierschen Erzbischof Balduin dasselbe in derArt übertrug, dass künftig von ihm und dem Erzstift die Herren vonEitz das gedachte Schloss als triersches Afterlehen empfangen sollten.Wilhelms Gemahlin war, so wie sie von seinem Sohne, dem Chorbi-schof Arnold von Trier, genannt wird, JLitte von Hamerstein. Theo-doricus, als Solln Peter de Eitz, kommt noch im J. 1291 nebst seinerGemahlin Luccard in einer Laacher Urkunde vor. Fun vierter Bru-der von ihm war Lothar, Propst zu Münster-Maifeld, aus dessen Te-stamente vom J. 1296 es sich ergiebt, dass sein Bruder Wilhelm da-mals schon gestorben gewesen sei und zwei Söhne gehabt habe, de-ren einer ebenfalls Wilhelm hiess, und der andere, Arnold , Chorbi-schof zu Trier war, und dass sein anderer Bruder Theodoricus nochgelebt und einen Sohn, Peter, gehabt habe.

c) Nebst dem Wilhelm, der, wie gesagt, ein Sohn Wilhelms ge-wesen war, kommt vom J. 1311 bis 1335 Ladislaus (Lanzellot) vonEitz vor, der damals einer der Hauptpersonen des Eltzischen Astesmit dem weissen Löwen war. Er machte im J. 1311 ein Biindniss mitdem Grafen Ruprecht von Virnenburg wider den Herrn von Falken-burg und seinen Vetter Werner, genannt Brender von Eitz. Er wares, der sich mit Theodorich von Eitz (gelben Löwens und mit denBüfFelshörnern) und mit den Brüdern Richard und Heinrich, den Söh-nen Werners des Brender von Eitz (gelben Löwens), dem ErzbischofBalduin widersetzte, als dieser ihnen zumuthen wollte, das bisherige