Egloflstcin — Eitz-Rüben ach. 447
Freifrau v. T)., geborne v. Czarneka, war in erster Ehe von dem Maj.v. D. geschieden worden , und lebte bis zum 15. Juli 1S34 in Bacanowitzbei ihrem Sohne, an welchem Tage sie in einem Alter von t)4 Jahrenstarb. — Im Besitze des angeerbten Schlosses Mareoil in der Cham-pagne blieb nach Auswanderung der reformirten Glieder der Familieein kathob Zweig derselben, von denen ein Baron Durant in andererZeit unter dem Titel Baron Durant de Mareuil zum Pair von Frank-reich erhoben, Gesandter am neapolitanischen Hofe war, jetzt aber inParis lebt. Im Jahre 1810 wurde der Freiherrnstand der Barone D.von Sr. Maj. dem König Friedr. Wilhelm III. bestätigt und für diepreuss. Monarchie erneuert.
Egloffstein, die Grafen von. Bd. II. S. 484.
In der Beschreibung des gräflichen Wappens ist statt Wolf Bärzu setzen.
Eitz - Rübenach, die Freiherren von.
Im dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderte gab es drei Aesteder Herren v. Eitz, welche Theil an dem Schlosse Eitz hatten, Burg-frieden unter sich errichteten, und sich die Gemeinen von Eitz nann-ten. Alle führten den Löwen als Eitzisches Stammwappen, nur mitdem Unterschiede, dass zwei Aeste einen gelben, und ein Ast einenweissen Löwen im Schilde führten. Einer der ersten Aeste hatte zumUnterscheidungszeichen des andern noch Biilfelshörner. Zu dem Asteder Herrn von Eitz gelben Löwens ohne Biilfelshörner gehörten derberühmte Werner von Eitz, genannt Brendel', der vom J. 1500 bis1.128 lebte, sein Bruder Heinrich , sein Sohn Peter, und seine Enkel Iii-chtird und Heinrich. Zu diesem Aste gehörte Heinrich von Eitz, ge-nannt von Isenburg, der ums J. 1372 von Johann von Eitz gelbenLöwens mit den Büflelshörnern, in der Burg Eitz erschlagen wordenist; und Richard von Eitz, der im J. 14l0 mit Lanzeliot von Eitz,weissen Lünens, die ganze Burg Eitz besass. Von diesem Aste derEltzischen Familie stammen die dermaligen Grafen von Eitz ab. Zudem anderen Aste, nämlich jenem der Herrn von Eitz gelben Löwensmit den Büflelshörnern, gehörte Theodoricus (Dietrich), der im Jahre1323 den Eitzer Burgfrieden schliessen half, und sein Sohn Johann,der Heinrichen von Eitz in der Burg Eitz erschlagen hatte. Wegendieses Vorfalls gerieth er mit Richard, Heinrichs Bruderssohne,in eine Fehde, worauf sich im J. 1373 Beide auf folgende Art aus-söhnten ; Johann kam am zweiten Sonntage in der Fasten (am 15.Febr.) mit 400 Mann, wovon 50 Bitter zu seinem Schild geboren wa-ren, mit unbedecktem Haupte und barfuss (25 Kitter mussten auchunbedeckt und barfuss sein) nach Metternich bei Coblenz, und brachteseinem Gegner Richard 400 Pfund Wachs znr Aussöhnung. Weiterversprach er für die Seele des von ihm Erschlagenen eine ewige Messezu stiften, und eine Lampe vor dessen Grabe zu Wirsclieim brennenzu lassen. Endlich gelohte er eine Wallfahrt nach Avignon, wenn manihn hiervon nicht binnen einem Jahre frei sprechen würde. Zur Si-cherheit der gestifteten Lampe setzte Johann und seine Gemahlin,Johannetta, am 30. April des nämlichen Jahres 1373 seine Güter undGiilte zu Kern zum Unterpfand. Nach seinem Tode sicherten Jo-hanns zweite Gemahlin, Oylke, und ihre beiden Schwiegersöhne, Lan-zeliot von Eitz, dessen Gemahlin Jutta, und Kuno von Kesselstadt,