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446 Durant.
Durant, die Freiherren von. B. I. S. 451.
Die Familie der Barone Durant stammt aus der Champagne, wo-selbst sie seit sehr langer Zeit ansässig und begütert gewesen ist; derTradition zufolge machte bereits ein Durant den 1.Kreuzzug unter Gott-fried v. Bouillon nach dem gelobten Lande in dessen Gefolge mit, sowiespäter die männlichen Sprossen der Familie stets in Kriegsdienstenvon Frankreichs Herren standen. Die Aufhebung des Edicts von Nan-tes 1685 vertrieb die nach Calvins Lehre als Hugenotten verfolgtenBarone Durant aus ihrer Heimath. Ihrem Glauben zu Liebe verliessensie den väterlichen lleerd, und flüchteten mit Hintansetzung ihrerGüter in die Staaten des grossen Kurfürsten von Brandenburg, Frie-drich Wilhelm. Damals wanderten zwei Brüder ein, von denen derältere, Charles Ahraham, Oberst und Chef des Regiments des Grand-Mousqnetaires ä cheval in Diensten Louis XIV. gewesen war, derebenfalls in Dienste des grossen Kurfürsten trat, zuletzt in Rathenowbei einem Kürassierregimente stand und als Oberst starb. Der jün-gere Bruder war Prediger an der französischen Kirche zu Berlin.Eine Schwester, Marguerite Henriette , heirathete einen Herrn v. Mira-bel, nach dessen Tode sie Dame d'ätour am Hofe der Kaiserin Ka-tharine II. in Petersburg war. Nach dem Tode Paul II. kehrte sienach Berlin zurück und erreichte daselbst das hohe Alter von 94 Jah-ren. Zwei Kinder des Obersten lebten nach dessen Tode: HeinrichKarl, welcher als Major in der königl. Artillerie stand und in Con-stantinopel als Attache einer Gesandtschaftsreise starb; seine Schwe-ster Charlotte lebte unverheirathet bis zu ihrem Tode 1814 in Berlin.Aus der Ehe des Majors mit einem Fräulein v. Stranz entspross eineinziger Sohn, Heinrich , welcher beim Tode seines Vaters 7 Jahr altwar, von den oben genannten Tanten, der Frau v. Mirabel und demFräulein Charlotte v. D., erzogen worden, und alsdann im Cadetten-hanse zum Militairstande ausgebildet, durch Vermittelung seines On-kels, des Generallieutenants v. Lahr, im Mineur-Corps des Infante-rieregiments v. Schönfeldt, welches damals in Meissen in Garnisonstand. Die Rheincampagne von 1793 —95 machte er als Adjutantmit, erwarb sich vor Mainz den Orden pour le merite, und nahmnach dem Baseler Frieden seinen Abschied, welchen ihm der Monarchmit dem Chrakter als Hauptmann verlieh. Er vermählte sich 1797mit Johanna, geb. v. Czarneclca, und kaufte das Gut Robreck beiOber-Beuthen in Schlesien, woselbst er 1S03 starb. Er hinterliessseiner Wittwe zwei Kinder, von denen der Sohn, Emil Heinrich Erd-mann Conrad, geb. den 26. Novbr. 1799, jetzt Besitzer der Rittergü-ter Bacanowitz, Ober- und Nieder-Oschin, im Kreise Rybnik des op-pelnschen Regierungsbezirks, ist; in Folge der allerhöchsten Cabinets-ordre vom 5. August 1834 Landrath des rybniker Kreises, von deinKreise Ratibor zum Abgeordneten beim Provinzial-Landtage von Schle-sien aus dem Ritterstande gewählt. Auf dem Gymnasium zu Brieg,den Universitäten zu Berlin und Heidelberg erhielt er seine wissen-schaftliche Bildung und diente in dem königl. preuss. 6. Husarenregi-mente, vermählt seit dem 14. Juli 1836 mit Charlotte v. Kalinowska,jüngsten Tochter Johann v. Kalinowski, königl. Landraths des Falken-berger Kreises und Doinkapitulars von Magdeburg. — Die Tochter,Henriette Johanne Charlotte Louise, geb. den 24. Septbr. 1802, war anden Reichsgrafen Friedrich Karl Martin v. Arco, Erbherrn auf Schum-burg, im Fiirstenthume Teschen im k. k. österr. Schlesien, vermählt,und ist Wittwe desselben seit dem 21. Sept. 1835. Die Mutter der vor-genannten zwei Geschwister, Johaune Luise Wilhelmine, verwittwete