Diezelsky — Dortli.
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gab ilim hierauf den Namen Diit es furlh, woraus in spälern Jahrender Name Ditfurtlien entstanden ist, und machte ihn zum Burgvoigtder den Fass an der Bode beschützenden Burg-. Die Familie ist nochjetzt im Besitze einer Urkunde vom Jahre 1(5?, von der AebtissinBeatrix des Stiftes Quedlinburg ausgestellt, woraus hervorgeht, dassIloimarus und Herrimanus v. Dithvorde, damals bei Einliillrung derAebtissin als Zeugen bei Ilofe gewesen sind. Vom Jahre lf'24 anversahen die v. Ditfurth das Hol'marschallamt am Hofe zu Quedlin-burg. Die Familie ist noch jetzt im Besitze von Lehnbriefen ausdem 1?., 13., 14., ID. und 16. Jahrhunderte, und eines Stammbaumsvom Jahre 115'-' bis auf den heutigen Tag, auf dem sicli jeder männ-liche Sprosse der Familie namentlich belindet.
Die v. D. besassen im Mittelalter sehr ausgedehnte Güter in denStiftern Quedlinburg und Gandersheim, sowie auch in der GrafschaftRegenstein; diese Güter gingen im Laufe der Zeit dadurch verloren,dass zur Zeit der Kreuzzüge und späterhin verabsäumt wurde, dieLehen zu erneuern. Vornehmlich gingen im Jahre 1480 die Lehenzu grossen und Büttgen (klein) Ditfurth, sowie das Krbmarschallamtzu Quedlinburg verloren. In der Mitte des 16. Jahrhunderts erschiendie Familie in der jetzigen Grafschaft Schanmburg, wo sie jetzt nochbegütert ist, damals aber weitläufigere Besitzungen hatte.
Die Familie v. D. besteht jetzt aus drei Linien. Die Hauptlinieaus dem Hause Danckersen, die zweite aus dem Hause Lubberosten (?)und die dritte Linie ist die Casseler (?) *). Alle drei Linien habenKinen Stammvater, der im 15. Jahrhunderte lebte.
Das älteste Familienwappen, welches sich noch bei den Urkundenfindet, ist vom Jahre 1314. Es besteht in einem dreieckigen Schildeund zwei gekerbten Balken im rothen und blauen Felde. Späterhin,und zwar zu Ende des 14. Jahrhunderts, wurde der Helm auf demWappenschilde noch mit zwei Biiifelhörnern versehen.
Diezelsky, die Herren von. Bd. L S. 420.
Das von uns angegebene Wappen in dem Artikel v. Diezelsky,welches uns aus einer hiesigen Wappensammlnng mitgetheilt war, istnicht das richtige, sondern diese Familie führt im silbernen Feldeeinen auf einem Baume sitzenden Specht, der auf l'olnisch Diezelheisst, mit ausgebreiteten Flügeln wiederholt sich derselbe aufdem Helme.
Dortli, die Freiherren von. Bd.I. S. 437.
Adrian, Freiherr v. Dörth, war nicht Commandant von Welhem,sondern 'Commandenr des deutschen Ordens daselbst. — Die ältereLinie der Familie ist reformirt, und die jüngere ist zum katholischenGlauben zurückgekehrt. 1 ferner, Freiherr v. D., war mit einer Quadtzu Wickerath vermählt. Die Angabe, dass Ludwig, Freiherr v. D.,der .Gründer der jetzigen rheinischen Linie sei, ist zu streichen.Noch ist zu berichtigen: die Gemahlin des Freiherrn Rudolph y. D.ist nicht eine geborne v. Wartberg, sondern v. Warsberg, Erbin vonWartenstein, Kirf und Rheinbrohl.
Die Namen der beiden zuletzt erwähnten Linien oder Ilauser warenin der uns vorliegenden Handschrift nicht deutlich geschrieben.