Buttlar.
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sich erwarb, und daher zur fränkischen Reichsritterschaft im CantonA11mi1111 aufgenommen wurde, waren fast alle ihre Mitglieder bis zumAussterben derselben (1718) in brandenburg-anspachiscken Diensten, woder Letzte, Karl v. B., Geheimerrath des Markgrafen, seine Besitzun-gen, da er ohne Kinder starb, demselben vermachte.
Von der Linie zu Krauthausen in Franken trat Philipp Constan-tin v. B., der Sohn von Karl Heinrich, f'urstl. wiirzburgischer Kam-merherr und Oberstlieutenant, 1740 in königl. preuss. Dienste, wo erbis zum Friedensschluss alle Feldziige mitgemacht hatte und als Ma-jor starb.
Friedrich Ollo v. B. wurde unter dem Namen Constantin zumFürstbischof von Fulda 1714 erwählt und starb in der Bliithe seinerJahre, wie man vermuthet, durch Gift 1720. Kiner seiner Brüder,Johann Franz Anton v. B., kais., königl., preuss. und des oberrheini-schen Kreises Generalmaj., auch kurmainzischer Kammerherr und fürstl.fuhlaischer Geheimerrath und Oberjägermeister, brachte das StammhausButtlar, welches seit 150 Jahren in andere Hände gerathen, wiederan seine Nachkommen. Derselbe erhielt vom Könige Friedrich Wil-helm I. 1719 den schwarzen Adlerorden und wurde vom Kaiser Leo-pold I. 1720 für sich und seine Nachkommen in den Reichsgrafen-stand erhoben, obgleich er mit den Seinigen , ausser der Veränderungdes Wappens, keinen Gebrauch davon machte, und nur den freiherr-lichen Titel annahm.
August Friedrich Georg v. B., aus der Linie zu Grumbach, warOberst in königl. preuss. Diensten. Seine Söhne dienten, und seineEnkel dienen noch gegenwärtig im preuss. Heere.
Der Sohn des ehemaligen kurhessischen Generalmajors Karl Cliri-sloph v. B., Karl Wilhelm v. B., aus der Linie zu Wilprechtsroda(geb. 1783), trat als Hauptmann aus einem kursiiehs. Regimente inkönigl. preussischen Dienst, und lebt jetzt in Pension zu Soest. Wil-helm Albrecht v. B. (geb. 1740), starb als Oberst vom UsedomschenHusarenregimente an den Wunden, die er in dem Gefechte bei Halle1806 erhalten hatte. Seine beiden Söhne, Heinrich und Karl Frie-drich II, stehen ebenfalls als Offiziere in der Armee.
Karl Friedrich I. v. B., Sohn Caspar Friedrichs v. B., herzoglichSachsen-meiningscher Oberst, Geh. Kriegsrath und Coinmandant vonMeiningen, diente als Offizier 16 Jahre in der preuss. Armee im Re-gimente v. Romberg bis nach Beendigung des 7jährigen Krieges, woer, seinen Abschied nahm und sich auf sein Gut Wilprechtsroda zu-rückzog. — Sein Enkel, Friedrich Ernst v. B. (geb. 4. Novbr. 1812),ist als Referendar dem Oberlandesgerichte zu Paderborn zugetheilt.
Ausser diesem ebenerwähnten Geschlechte blühte noch in Curlandein Zweig dieses Hauses, welcher von Bertold v. B. abstammt, der inder Mitte des 13. Jahrhunderts den Schwertrittern zu Hülfe zog, sichdaselbst verheiratliete und Stifter einer Linie wurde.
Die Buttlar in Hessen, welche die Schlösser Ziegenberg, Elber-berg und Riede, nebst den Rittergütern Stiedenrode, Friemen undErmeschwent besitzen, leiten ihren Ursprung von Werner v. B., derim Jahre 1315 durch die Erbtochter des letzten Dynasten von Ziegen-berg, die Herrschaft gleiches Namens ererbte; auch von diesen befin-den sich einige als Offiziere in der Armee.
Das Geschlecht Treusch, genannt von Buttlar, ist ebenfalls inHessen begütert; es besitzt das Schloss Brandenfels und den soge-nannten Ringgan, welcher 5 Dörfer und einige Höfe in sich fasst.Andreas T. v. B. hat diesen Besitz von Heinrich v. Boineburg-Holien-stein 1389 erkauft. Die T. v. B. stammen von Iring T. v. B. (1280.)Der obenerwähnte Andreas T. y . B. war der Reichsstadt Nordhausen