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4 (1842) P - Z
Entstehung
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Borstell Buttlar.

unten einer, im 2. und 3. goldenen Felde aber ein rother Ilausgiebeldargestellt. Dieses Schild ist mit einer neunperligen Krone und zweiHelmen besetzt. Auf dem rechten gekrönten Helme ist ein sitzenderSchwan, auf dem linken aber eine goldene Säule, besteckt mit einemPi'auenschweif, der wieder mit dem rothen Hausgiebel belegt ist,angebracht.

Borstell, die Herren von. Bd. I. S. 289.

Es bestehen zwei Linien v. Borstell, die ein verschiedenes Wap-pen führen, die Linie zu Schwarzlosen und die zu Schinne. Die letz-tere nur führt das im Adelslexicon Bd. 1, S. 289 angegebene Wappen,die erstere aber drei griine Kleeblätter, durch Adlerliügel getlieilt aufsilbernem Schilde; auf dem Helme vier Straussfedern; von den dreiFahnen ist die mittlere blau, die beiden andern sind roth.

Buttlar, die Grafen, Freiherren und Herren von.

Ein ursprünglich aus dem ehemaligen Hochstifte Fulda herstam-mendes altadeliges Geschlecht, welches wahrscheinlich seinen Namenvon einem Hofamt-Kellermeister herleitet, wie auch das in Irland be-findliche Geschlecht Buttler, wovon in Deutschland auch einige Liniennoch blühen, das Oberschenkenamt daselbst bekleidete. Ob alle dieGeschlechter Buttlar und Buttler in Franken, Hessen, Sachsen, Preussen,Böhmen, Baiern, Curland und Irland sich Eines Stammvaters zu er-freuen haben, ist unentschieden, nur soviel ist ausgemacht, dass dieSchriftsteller, welche alle diese Linien aus Irland herleiten, im Ir-thume sind. Wenigstens sprach sich der im Jahre 1712 in dem spa-nischen Successionskriege die englische Armee en chef commandi-rende General, Jakob Buttler, Herzog von Osmond, bei einer Gele-genheit an den holländischen Obersten Emanuel Gottfried v. Buttlaralso dagegen aus:

Herr Oberster! Sie und alle deutsche Buttlar fhun nicht wohl,wenn sie sich ursprünglich Engländer heissen, denn Sie tliun sicli al-lerseits hierinnen Tort, vielmehr mache ich und meine ganze Familiein Irland uns eine sonderbare Ehre daraus, dass wir aus Deutschlandentsprossen sein."

Die Linie Buttlar, die hier beschrieben wird, besitzt noch dasStammhaus Buttlar an der Ulster, auf der Chaussee zwischen Fuldaund Eisenach, nebst den unweit dabei liegenden Rittergütern Feldeck,Leimbach, Willprechtsroda und Grumbach. Schon in den frühesten Zei-ten besass diese die Burgmannschaft in den fuldischen Schlössern Neuer-berg und Völkershausen. In Schannats fuldischer Geschichte kommtHartnid de Butelir als Zeuge 1170 vor, Johann d. B. war 1233 fuldi-scher Marschall, und Härtung v. B. wird 1246 als einer der Mitstif-ter des ehemaligen fuldischen Klosters Mariengarten angeführt.

Aus der Linie zu Völkershausen, eine Herrschaft bei Vach, diejetzt dem Landgrafen Friedrich von Hessen gehört, war Günther v. B.Johanniterritter, der zum Ordensmeister in Deutschland gewählt, 1466in Wiirzburg starb, woselbst er auch begraben liegt. Sein Neffe,Reichard v. ß., ebenfalls Johanniterritter und Comthur zu Wiirzburg,Biebelrieth, Eldingen, Hemmendorf, Rexingen, Schleusingen und Kir-kum (1500).

Von einer der Linien in Franken, die schon im Anfange des 16.Jahrhunderts im Anspachischen, unweit Günzenhausen, Besitzungen