Le Blanc — Bocholz.
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II. Die Herren von Jcanneret.
Diese Familie hat sich in der Schweiz, und zwar in dem Neuf-chateller Gebiet, ausgebreitet. Sie besitzt daselbst die HerrschaftVaumarcus. Kin Mitglied ist gegenwärtig Deputirter bei der Tag-satzung. Zu dieser Linie gehörte auch der preuss. Generalmajor undCommandeur der Reserve-Cavallerie bei der rheinischen Landwehr,Ritter des Ordens pour le merite (bei Sierk) v. Jeanneret, welcher imJahre 1815 ausser Dienst trat, und dessen Wittwe 1832 in Berlin lebte.In Schlesien erhielt 1753 ein Rittmeister v. Jeanneret von dem Wach-malischen Ilusarenregimente das Incolat, und das Ratiborer Ober-landesgericht forderte unterm 20. Jan. 1820 die unbekannten Interes-senten zu einer Wilhelm und Leopoldine v. Jeannerefschen Nachlasse,der sich über 3000 Thaler belief, zu ihrer Legitimation auf. Kin Of-fizier dieses Namens war 1833 Befehlshaber der französischen Ga-barre-Emulation, und ein englischer Infanterielieutenant, Samuel Jean-neret, befand sich 1792 im Fort St. George. Ob das Wappen dieserFamilie mit dem Seite 189, Band 1, beschriebenen in gewisser Aehn-lichkeit stehen mag, können wir nicht angeben.
Le Blanc, die Herren von.
Eine in Frankreich und den Niederlanden vorkommende alte Fa-milie, die aber auch in Neufchatel sich durch Heirathen ausgebreitethat. Ein Zweig derselben kam aus Piemont nach Schlesien und warnach Sinap. S. 529 im Saganschen und Liegnitzschen begütert. Am6. Jan. 1837 vermählte sich ein Lieutenant im 2. Garde -Uhlanenreg.Emil von Le Blanc-Souville mit Lina von Eisner zu Zinserwitz inSchlesien. Supplemente zu den älteren Ausgaben des grossen histori-schen Lexicons von Moreri, S. 283, 316. Dictionnaire Universel parune Societe des Savans. Paris 1810. Tom. III. S. 10 —13.,
BIiiclier, die Grafen von. Bd. I. S. 258.
Bei dem gräflich v. Blücher-Finckenschen Wappen muss es in derWappenbeschreibung statt Notenpult Fallgitter heissen. DiesesBild ist aus dem Familienwappen der Levetzow, und eine interessanteFamiliensage steht in Beziehung mit demselben.
Bocliolz, die Grafen von.
Dieses gräfliche Haus besitzt ansehnliche Güter in den preuss.Provinzen Westphalen und Sachsen. Bis zum Jahre 1803 besass esdie reichsfreiherrliche Würde. Es blüht gegenwärtig in zwei Linien.Das Haupt der älteren ist Graf Dietrich v. B., geb. 1795. Sein Bru-der, Hermann v. B., ist grossherzoglich oldenburgischer Kammerherr.Die jüngere Linie, die im Besitze der grossmütterlichen v. Asseburg-schen Güter ist, nahm den Namen v. Bocholz-Asseburg an. DasHaupt derselben ist Graf Hermann Werner, geb. am 14. Septbr. 1770,k. k. Kämmerer, zuerst vermählt 1793 mit Felicie, Gräfin v. Wolf-Metternich, zum zweitenmale mit Franzisca, Freiin v. Haxthausen,geb. am 6. Novbr. 1793.
Die Grafen v. Bocholz führen ein quadrirtes Schild. In dem 1.und 4. grünen Felde sind drei abgerissene Löwenköpfe, oben zwei